Wegfahrsperre gegen Alkohol am Steuer

Ende November oder Anfang Dezember tritt in Belgien ein Gesetz in Kraft, das Polizeirichtern die Möglichkeit einräumt, Alkoholsündern einen Atemtest zu verordnen, bevor diese ihr Auto starten können. Dem so genannten "Alkoholschloss" hatte die Bundesregierung bereits vor im vergangenen Jahr zugestimmt.

Die Wegfahrsperre für verurteilte Alkoholsünder im Straßenverkehr ist an einen Atemtest gebunden. Dadurch müssen die Betroffenen erst einmal "ins Röhrchen blasen“, bevor sie ihren Wagen starten. Weist dieser Test Alkoholrückstände im Atem aus, dass setzt die Wegfahrsperre ein und der Startvorgang des Fahrzeugs wird blockiert.

Die verurteilten Autofahrer müssen diese Wegfahrsperren allerdings selbst finanzieren. Die Kosten fur eine solche anlage liegen zwischen 1.000 und 2.000 €.

Die jeweils zuständigen Polizeirichter können diese Wegfahrsperre an Stelle eines Fahrverbotes oder eines Führerscheinentzugs verhängen, wie der scheidende belgische Staatssekretär für Verkehr, der Christdemokrat Etienne Schouppe (CD&V) sagte:

"Wir möchten den Polizeirichtern die Möglichkeit für diese Sanktion bieten. Wir stellten eine Nachfrage für ein solches System fest, allerdings kam diese von Seiten des Transportsektors. Fuhrunternehmer suchten nach einem solchen System für ihre Lastwagen. Sie wollen natürlich nicht, dass gegen LKW-Fahrer, die ab und zu etwas zu tief ins Glas geschaut haben, längere Fahrverbote verhängt werden.“

Auch in den Niederlanden wird ein solches System eingeführt. Ab Mai 2011 muss dort jeder überführte Alkoholsünder am Steuer, bei dem mehr als 1,3 Promille Alkohol im Blut festgestellt wird, eine solche Wegfahrsperre in seinen Wagen montieren.