Flandern kämpft gegen die Flut

Seit Tagen regnet es fast pausenlos und das sorgt flandernweit für höchste Alarmbereitschaft. Vor allem kleiner Bäche schaffen die Wassermassen nicht mehr. Überall ist die Feuerwehr im Dauereinsatz. In Ostflandern gilt der Katastrophenplan.

Bereits am Freitag hatten die zuständigen Behörden gewarnt, die anhaltenden Wasserfälle würden am Wochenende vielerorts für Hochwasser sorgen und genau das ist inzwischen eingetreten. In allen fünf flämischen Provinzen sorgen die Wassermassen für Flutalarm.

Verschiedene Hochwasserauffangbecken wurden geöffnet, aber mancherorts blieb das erwartete Resultat dennoch aus. Dort stehen Häuser und Straßen unter Wasser. Am kritischsten ist die Lage im Pajottenland, südwestlich von Brüssel, und in den flämischen Ardennen, im Tal der Dender.

In der Provinz Ostflandern ist der Zustand dermaßen problematisch, dass der Katastrophenplan in Kraft gesetzt werden musste. Auch der überhöhte Wasserstand der Zenne und die Schelde sorgen für Probleme. In der Provinz wird der Bevölkerung dringend empfohlen, die Wohnung nicht zu verlassen. Der Vekehr verläuft immer chaotischer. Noch ist Besserung nicht in Sicht.

In Westflandern ist die Lage weniger kritisch als im Rest Flanderns. Hier konzentrieren sich die Probleme in der Ortschaft Avelgem, wo die Feuerwehr 40 Keller auspumpen musste.

Eine Verbesserung ist landesweit noch nicht in Sicht. Es regnet weiterhin fast unaufhörlich. Erst ab Montag soll es wieder trockener werden.

Probleme auf Straße und Schiene

Die belgische Bahn kämpft ebenfalls mit zahlreichen Problemen aufgrund des schlechten Wetters. Vor allem in Ostflandern ist die Lage ernst. In Denderleeuw musste eine der beiden Strecken gesperrt werden. In Munkzwalm müssen alle Züge die Geschwindigkeit drosseln.

Laut Bahn (NMBS/SNCB) bleibt es vorerst bei Verspätungen von maximal einer Viertelstunde. Das könne sich im Laufe des Tages aber weiter verschlimmern.

Auf den Autobahnen sorgt vor allem Aquaplaning für gefährliche Situationen. Die Polizei empfiehlt deshalb eine besonders vorsichtig Fahrweise.