Deichbruch in Sint-Pieters-Leeuw?

Es wird befürchtet, dass es entlang des Kanals Brüssel-Charleroi in den Gemeinden Beersel und Sint-Pieters-Leeuw zu einem Deichbruch gekommen sein könnten. In der Ortschaft Ruisbroek tritt der Kanal über ein Ufer.

Stellenweise sind meterhohe Wasserfontänen zu sehen.

In Sint-Pieters-Leeuw und in mehreren anderen Ortschaften im Brüsseler Südrand ist die Lage schon den ganzen Tag kritisch. In einem Wohnblock mussten etwa 400 Menschen evakuiert werden.

Um 14.15 trat der Kanal Brüssel-Charleroi auf einer Länge von 200 Metern plötzlich über seine Ufer. Bürgermeisterin Lieve Vanlinthout sprach von einem Deichbruch, aber noch steht nicht hundertprozentig fest, ob dies auch wirklich der Fall ist.

Präventiv wird aber trotzdem ein Wohnviertel mit 230 Wohnungen evakuiert. Mehrere hundert Menschen werden anderswo untergebracht. Befürchtet wird, dass die Flut die Häuser im Laufe des Abends erreicht.

„Solche Wassermassen noch nie gesehen“

Der Kanal trat nicht nur in Sint-Pieters-Leeuw über seine Ufer, sondern auch in Lot, einer Ortschaft der Gemeinde Beersel. Das Zentrum des Ortes droht geflutet zu werden. Etwa 800 Bewohner mussten schon evakuiert werden.

„Solche Wassermassen wurden hier noch nie gesehen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Gemeinde.

Auch in Halle trat das Wasser des Kanals über das Ufer und die Flut bedroht jetzt das Stadtzentrum. Alles Schleusen wurden geöffnet, um zu versuchen, dies zu verhindern. Das wird aber voraussichtlich nicht möglich sein.