Hochwasser fordert drei Menschenleben

Zwei Einwohner der Ortschaft Solre-Saint-Géry bei Beaumont in der wallonischen Provinz Hennegau ertranken sonntagfrüh. Eine dritte Person ertrank in Deux-Acren (Lessines) und eine Vierte wird noch vermisst.

Nicht nur in Flandern, auch in der Wallonie herrschen wegen des Hochwassers örtlich katastrophale Zustände und auch dort verschlimmerte sich die Lage im Laufe des Tages weiter.

Das Hochwasser wurde in der Gemeinde Beaumont kurz nach Mitternacht zwei Menschen zum Verhängnis. Das erste Opfer gab es, als ein Wagen in einer Sackgasse von Wasser überschwemmt wurde. Der Fahrer konnte sich noch retten. Seine 72-jährige Ehefrau schaffte es nicht mehr, aus dem Auto herauszukommen.

Ein anderer Mann, der zu Fuß nach Hause unterwegs gewesen war, wurde von den Fluten mitgerissen. Seine Leiche wurde in der Nähe seiner Wohnung entdeckt.

Ein drittes Oper forderte die Flut im Dorf Deux-Acren in der Gemeinde Lessines. Die ertrunkene Person soll versucht haben ein viertes Hochwasseropfer zu retten, von dem zur Zeit noch jede Spur fehlt.  Die Leiche des Ertrunkenen wurde von der Feuerwehr im Wasser der Dender entdeckt. Einzelheiten wurden nicht mitgeteilt.

In der Provinz Hennegau bleibt die Lage gespannt. In Obourg mussten Einwohner mit Booten aus ihren Häusern evakuiert werden. In Soignies wurde ein Jugendheim evakuiert und musste ein Autofahrer aus seinem PKW gerettet werden.

Auch in der Provinz Lüttich haben die Flüsse sehr hohe Pegel erreicht. Drei Gemeinden haben den Katastrophenplan ausgerufen: Aywaille, Esneux und Bassenge. In Aywaille wird unter anderem die Überflutung eines Campingplatzes befürchtet.
 

Taucher evakuieren Einwohner in Tubize

In Tubize, einer Ortschaft in Wallonisch-Brabant, mussten Taucher eingesetzt werden, um Einwohner aus ihren Häusern zu befreien.

Ein Saal, in dem die Betroffenen untergebracht worden waren, musste kurze Zeit später ebenfalls geräumt werden. Das galt auch für die Feuerwehrkaserne und ein Krankenhaus.

Die Region ist auch von Strompannen betroffen. Deshalb musste ein Altersheim in Rebecq evakuiert werden. Der Zivilschutz in Wallonisch-Brabant ist im Dauereinsatz und kommt mit dem Leerpumpen der Keller nicht mehr nach.