Ausländerbehörde: Personal streikt

Fedasil, die Bundesagentur für die Aufnahme von Asylbewerbern, befindet sich im 24 Stundenstreik. Die Gründe für den Streik sind schlechtes Management und zu niedrige Löhne.

Der Streik hat am Sonntagabend um 22 Uhr begonnen und ist eine Initiative der sozialistischen und liberalen Gewerkschaft. Die Gewerkschaften bemängeln nicht nur die schlechte Bezahlung, sondern auch den enormen Arbeitsdruck, den sie auf die Misswirtschaft des Managements zurückführen.

"Alle werden ihrem Schicksal überlassen", so Antoon Van Looven von der sozialistischen Gewerkschaft ACOD. "Das heißt, dass die Mehrzahl der Arbeitnehmer enormem Druck ausgesetzt ist und Aufgaben erfüllen muss, für die sie keinerlei Kenntnis erworben hat."

So führt Van Looven das Beispiel von Assistenten an, die Medikamente unter den Asylbewerbern verteilen müssen. "Die haben gar keine medizinische Ausbildung für solche Arbeiten", betont der Gewerkschaftsvertreter.

In einer gemeinsamen Mitteilung stellten die Gewerkschaften schon vor einigen Wochen die Forderung nach besseren Arbeitsbedingungen.

Letzte Woche Donnerstag hatte das Personal auch schon die Arbeit niedergelegt, allerdings nur für eine Stunde. Bis zum Streikende, das gegen 22 Uhr am heutigen Montagabend erwartet wird, ist lediglich eine Mindestdienstleistung für den Auffang von Asylbewerbern garantiert.