Tilburg: Unruhe bei belgischen Häftlingen

Die belgischen Häftlinge, die in Zellen im Willem-II-Gefängnis von Tilburg in den Niederlanden einsitzenden Häftlinge sorgen für Spannungen. Sie akzeptieren ihre Behandlung nicht mehr und verlangen eine bessere Begleitung.

Seit Februar 2010 sitzen 500 belgische Häftlinge in niederländischen Zellen. Die belgische Justiz mietete Gefängniszellen in den Niederlanden, in Tilburg (Foto oben). In Holland bleiben viele Zellen frei, während die Haftanstalten in Belgien überbelegt sind.

Bald wird sich entscheiden, ob die belgische Justiz weitere 150 Häftlinge nach Tilburg verlegt. Falls dies der Fall sein wird, dann droht ein Aufstand, wie ein Sprecher der belgischen Häftlinge in Tilburg ankündigte.

Nach bisher unbestätigten Meldungen wurden bereits Zerstörungen angerichtet und sollen Betroffene angekündigt haben, sich etwas antun zu wollen.

Die im Willem-II-Gefängnis einsitzenden Gefangenen beklagen sich über mangelnde Sportinfrastruktur, über schlechtes Essen und über offenbar schlecht geregelte Besuchszeiten.

Viel problematischer scheint aber die Wiedereingliederung in die Gesellschaft nach der Haft zu sein. In diesem Bereich werden die Häftlinge nach eigenen Aussagen kaum bis gar nicht begleitet. "Wir werden von der Justiz ein weiteres Mal verurteilt.“, klingt es aus Tilburg.