Sonnenenergie: Ein Sektor schlägt Alarm

Die flämische Landesregierung will Zuschüsse für den Einbau von Sonnenkollektoren an Privatwohnungen streichen. Die Unternehmer, die im Bereich Solarenergie tätig sind, befürchten dadurch Probleme und den Verlust von Arbeitsplätzen.

Solarenergiefirmen sehen dunkle Wolken am Himmel, denn das belgische Bundesland Flandern will auf absehbare Zeit Zuschüsse für den Einbau von Sonnenkollektoren und die Einspeisung entsprechend gewonnener Energie in die Netze abschaffen.

Dieser bisher boomende und umweltfreundliche Wirtschaftsbereich befürchtet durch diesen Schritt ein wesentliches Wegbrechen des potentiellen Kundenkreises und erwartet, dass viele Arbeitsplätze dabei verloren gehen. Man spricht von rund 10.000 Jobs, die in Gefahr sein sollen.

Ab April 2011 sollen die Zuschüsse verschwinden, denn Flanderns Landesenergieministerin Freya Van den Bossche (SP.A - Foto) hält diesen Bereich für übersubventioniert.

Die Ministerin führt zudem an, dass Solaranlagen und Sonnenkollektoren in den letzten Jahren ohnehin preislich günstiger geworden seien und dass eine Abschaffung der heutigen Zuschüsse Interessenten nicht davon abhalten würden, sich für Photovoltaik zu entscheiden.

Doch den Sektor beruhigen solche Äußerungen nicht. Hersteller und Installateure von Solaranlagen fordern die flämische Landesregierung dazu auf, die Streichung der Zuschüsse zumindest stufenweise zu reduzieren, damit den Unternehmen Zeit bleibt, sich auf eine veränderte Marktsituation einstellen zu können.