"Eurozone muss ihre Währung schützen"

Die Eurozone muss alles tun, um ihre Währung zu schützen. Das hat der belgische Finanzminister Didier Reynders (MR) zum Auftakt des Treffens der EU-Finanzminister am Sonntag in Brüssel gesagt. Er leitet die Sondersitzung der EU-Finanzminister, weil Belgien derzeit den EU-Vorsitz inne hat.

"Wir müssen alle Maßnahmen verabschieden, damit wir künftig neuen Ärger abwenden können", sagte Reynders noch.

Zuvor waren sich die irische Regierung, die Europäische Union, die Europäische Zentralbank und der Internationale Währungsfonds (IWF) über die großen Linien eines Hilfsplans von 85 Milliarden Euro für Irland einig geworden.

Die Hilfen sollen mit 50 Milliarden überwiegend für die Sanierung des Staatshaushaltes und mit 35 Milliarden Euro zur Stützung des irischen Bankensystems genutzt werden.

Irland muss im Gegenzug einen strikten Sparkurs steuern, um die Staatsfinanzen wieder in Ordnung zu bringen. Am Samstag waren in Dublin Zehntausende auf die Straße gegangen, um dagegen zu protestieren (Archivfoto).

Der Hilfsplan muss noch von den EU-Finanzministern abgesegnet werden. Diese sind am Sonntagnachmittag in Brüssel zusammen gekommen. Davor hatte noch eine separate Sitzung der 16 Finanzminister der Eurozone statt gefunden.

Im Laufe des Sonntagabends sollen mehr Details über die Einigung der Minister bekannt gegeben werden.