Belgier schnappen somalische Piraten

Die belgische Fregatte Louise-Marie hat im indischen Ozean sieben somalische Piraten festgenommen. Die Frigatte nimmt dort an einem europäischen Einsatz gegen Piraterie teil. Es ist das erste Mal, dass belgische Soldaten somalische Piraten gefangen nehmen.

Der Einsatz efolgte vor der Küste Kenias. Die Piraten versuchten, ein Frachschiff zu kapern, das Vorräte für die afrikanische Friedensmacht in Somalia geladen hat. An Bord des Schiffes befanden sich auch zehn belgische Soldaten, die das Schiff vor Piraten schützen sollten.

Als die Piraten in die Nähe des Schiffs kamen, alarmierten die Belgier die Fregatte Louise-Marie, die sich in der Nähe befand. Das bestätigt uns der VRT-Journalist Stijn Vercruysse, der auf dem belgischen Marineschiff mitfährt.

Das Schiff entsandte einen Hubschrauber (kleines Foto), der auskundschaftete, dass es sich höchstwahrscheinlich um Piraten handelte. Sie waren bewaffnet und warfen eine Leiter über Bord, mit der sie wahrscheinlich versuchen wollten, auf das Schiff zu gelangen, um es dann zu kapern.

Daraufhin wurde ein Warnschuss abgegeben und ein weiterer Schuss auf das Boot der Piraten abgefeuert. Die sieben Piraten haben sich ergeben. Ihr Boot wurde versenkt. Der belgische Staatsanwalt hat entschieden, die sieben vermutlichen Piraten nicht vor Gericht zu bringen. Vorerst bleiben sie an Bord der Louise-Marie, bis klar ist, welche weiteren juristischen Schritte unternommen werden können.

Die Fregatte Louise-Marie nimmt an der EU-Mission Atalanta teil. Die Operation Atalanta ist eine multinationale Mission der EU zum Schutz von humanitären Hilfslieferungen nach Somalia. Mit der Mission soll die Piraterie vor der Küste Somalias, im Golf von Aden und im indischen Ozean bekämpft werden.

Es ist das erste Mal, dass Soldaten der Louise-Marie Piraten gefangen nehmen.