Zähflüssiger Berufsverkehr wegen Schnee

Wegen Schnee und Eis ist der morgendliche Berufsverkehr am Dienstag zähflüssiger gewesen als sonst. Zwischen 8 Uhr und 9.30 Uhr erreichte der Stau im Land eine Länge von über 300 Kilometer. Im ganzen Land hat es in der Nacht zum Dienstag geschneit.

Die Streudienste waren fleißig und so sind Schnell- und Überlandstraßen relativ frei und gut befahrbar. Trotzdem haben die Autofahrer ihren Fahrstil an das Wetter angepasst und es geht langsamer voran als sonst. Die linken Fahrspuren sind vereinzelt schlechter befahrbar.

"Man muss vor allem auf den kleineren Straßen, auf Brücken und Auf- und Abfahrten aufpassen", weist Hajo Beeckman vom flämischen Verkehrszentrum die Autofahrer hin.

Verschiedenerorts schneit es übrigens noch immer.

Wenn man nicht unbedingt müsse, sollte man das Auto lieber in der Garage lassen, sagt Beeckman. "Derjenige, der mit dem Auto zur Arbeit fährt, muss mit einer längeren Anreise als gewöhnlich rechnen."

Beim Automobilverband VAB sind am Dienstagmorgen um 7 Uhr bereits 75 Prozent mehr Anrufe als sonst eingegangen. Die Mehrzahl der Anrufer hatte Probleme beim Anlassen des Autos oder festgefrorene Scheibenwischer.

Bei der Bahn gab es vereinzelt kleinere Probleme. Es ist jedoch nicht deutlich, ob diese mit der Kälte zusammen hängen. Die Busse der Nahverkehrsgesellschaft von De Lijn kommen an einigen Orten wegen der kleinen verschneiten Straßen nicht weiter. In Gent ist gegen 8 Uhr früh ein Straßenbahnwaggon aufgrund von Glatteis entgleist. Die Fahrgäste wurden mit Bussen zur nächsten Haltestelle gefahren.

Auch der Flugverkehr ist wegen des Wintereinbruchs gestört. Die Start- und Landebahnen sind zwar weitestgehend frei, aber die Flugzeuge müssen vom Eis befreit werden und das führt zu Verspätungen. Außerdem wurden im Ausland mehrere Flughäfen geschlossen. Mehrere Flüge nach Brüssel sind gestrichen worden.