Amokläufer De Gelder reicht Klage ein

Kim De Gelder hat bei der Staatsanwaltschaft von Dendermonde Klage eingereicht. Er beschwert sich darüber, dass Auszüge aus seinem psychiatrischen Gutachten an die Presse gelangt sind. Das schreibt die Zeitung Het Nieuwsblad. Der Staatsanwalt Christian Du Four hat diese Meldung bestätigt.

Der 22-jährige De Gelder, der vor fast zwei Jahren in einer Kinderkrippe in Sint-Gillis-Dendermonde zwei Babies und eine Tagesmutter tötete und eine andere Frau in Vrasene ermordete, tritt nun selbst als Kläger auf.

"Er hat zwei Klagen eingereicht, eine wegen Urkundenfälschung seiner psychiatrischen Gutachten und eine wegen des Durchsickerns dieser Berichte an die Presse", so der Stattsanwalt Du Four.

Vor drei Wochen wurden die Ermittlungen in den Morden De Gelders abgeschlossen. Jetzt muss die Staatsanwaltschaft entscheiden, was mit De Gelder passiert. Entweder er muss vor einem Schwurgericht erscheinen oder er wird für geisteskrank erklärt und in eine geschlossene Anstalt eingewiesen. 

Aufgrund von De Gelders Klagen, die zunächst behandelt werden müssen, kann sich der Verhandlungsbeginn verzögern.