Mancherorts wird schon das Streusalz knapp

In einigen Kommunen in den flämischen Provinzen Limburg und Westflandern sind schon jetzt die Vorräte an Streusalz aufgebraucht. Selbst die Händler verfügen kaum noch über Reserven, denn auch international wird Streusalz knapp.

Der größte Streusalzhändler der Provinz Limburg gab an, dass seine Vorräte fast aufgebraucht seien. Die letzte große Lieferung gehe an Kunden und Gemeinden, die vor dem Schneeeinbruch der vergangenen Tage Vorbestellungen getätigt hatten.

Mittlerweile, so der Händler, werde Streusalz auf dem europäischen Markt recht knapp und dementsprechend würden auch die Preise steigen.

In der Ortschaft Riemst bei Tongeren in Limburg werden Salze gestreut, die eigentlich in der Landwirtschaft genutzt werden. Die ehemalige Zechenstadt Genk, ebenfalls in Limburg, bestellte bereits große Mengen Streusalz nach, obschon die Kommunalverwaltung von 350 Tonnen gelagert hat.

Nicht anders sieht es in verschiedenen Städten und Gemeinden in Westflandern aus. Mancherorts behelfen sich die Kommunalverwaltungen mit einer Mischung aus Salz und Sand oder sie streuen nur noch Sand und nutzen auch Asche. In einigen Städten werden sogar die innerstädtischen Straßen von Kommunalarbeitern per Hand geräumt und vom Schnee befreit.

Die flämische Landesagentur für die Verkehrswege (AVW), die vor einigen Wochen noch mit einem umfassenden Winterplan aufwartete, gibt an, noch über Vorräte zu verfügen. Doch am Freitag steht eine Dringlichkeitssitzung mit den flämischen Provinzverwaltungen an.

Auch die anderen Landesteile klagen

Auch einige Gemeinden in Wallonien, unter anderem Durbuy und in der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien, zum Beispiel Eupen, können keinen oder kaum noch Winterdienst mit Streusalz gewährleisten. Angesichts der Tatsache, dass in den kommenden Tagen mit neuem Schneefall gerechnet werden muss, sind Probleme vorprogrammiert.