PISA-Bildungsstudie: Belgien auf Platz 11

Nach der jüngsten PISA-Studie der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gehört Belgien zur weltweiten Spitzengruppe. Im Bereich Lesen stehen die Schüler unseres Landes auf Rang 8.

Belgiens Schüler stehen international auf Platz elf. Im Bereich Rechnen/Mathematik schafft Belgien es sogar in die Top 10: Zehnter Platz und viertbestes Land in Europa hinter Finnland, der Schweiz und den Niederlanden. Bei den Wissenschaften landet Belgien im mittelmäßigen Bereich auf Rang 16.

Allerdings steht die Französische Gemeinschaft deutlich schlechter da als die beiden anderen, Flandern und die Deutschsprachige Gemeinschaft.: Sie liegt in allen drei Bereichen unter dem Durchschnitt.

Flandern steht regional in Belgien am stärksten da. Doch dies seien keine Lorbeeren, auf denen man sich ausruhen sollte, sagte Flanderns Landesbildungsminister Pascal Smet (SP.A): "Wir dürfen nicht in Selbstgefälligkeit verfallen. Wir müssen wach bleiben und besser werden. Eine Reform der Sekundarstufe drängt sich geradezu auf.“

Die Deutschsprachige Gemeinschaft ist schwächer als Flandern, liegt aber in allen Bereichen über dem Durchschnitt. Spitzenwerte erzielen die deutschsprachigen Schüler in Belgien besonders in den Naturwissenschaften und in der Mathematik. Im Bereich Lesefertigkeit belegt die DG einen guten Mittelfeldplatz, bleibt jedoch auch hier deutlich über dem Durchschnitt.

Die OECD legt die Resultate ihrer PISA-Studie alle drei Jahre auf. Hier werden die schulischen Leistungen in 70 Ländern und großen Regionen miteinander vergleichen. In drei Bereichen werden die Vergleichstests durchgeführt: Lesen, Rechnen/Mathematik und Wissenschaften.

Lesen in Flandern

Belgien schneidet hier recht gut ab, denn die Lesefähigkeiten der hiesigen Schüler sorgt im internationalen Vergleich für einen achten Gesamtrang.

Allerdings bleibt hier festzuhalten, dass die Schulkinder im belgischen Bundesland Flandern zwar gut und recht gerne lesen, dies aber nicht mehr oft tun.

Die Hälfte der 15jährigen Schulkinder in Flandern liest nur um Informationen zu sammeln und auch nur, wenn dies sein muss. Nur 18 % der flämischen Schüler nennt Lesen als ein bevorzugtes Hobby. Aber, auch die, die wenig lesen, schneiden im Vergleich gut ab.