Verschiebungen im Containerverkehr

Der belgische Operateur Inter Ferry Boats (IFB) übernimmt das Osteuropa-Geschäft von Intercontainer-Interfrigo (ICF). Dabei handelt es sich unter anderem um Verbindungen von Neuss oder Mannheim und Ludwigshafen nach Sopron in Ungarn, nach Bukarest und ins türkische Halkali.

Wie die Internetplattform für Logistik VerkehrsRundschau mitteilte, wird IFB damit europaweit etwa 30 ICF-Mitarbeiter beschäftigen und bis zu 40 Züge mit Kühlcontainern pro Woche mit einem Aufkommen von 2000 TEU (Twenty Foot Equivalent Unit) einsetzen.

Nach Aussage einer IFB-Unternehmenssprecherin handelt es dabei nicht um eine Übernahme, die mit einer Investition verbunden ist. IFB werde lediglich die ICF-Mitarbeiter beschäftigen, die von ICF reservierten Bahntrassen nutzen und deren Waggons und Büros anmieten.

"IFB hat damit ein klares Signal am Markt gesetzt und wir zeigen, dass wir beabsichtigen, den Schienenkorridor in Richtung Süden und Osten weiter zu entwickeln", sagte Geert Pauwels, Chef der IFB und Leiter der Gütersparte der belgischen Staatsbahn, NMBS/SNCB Logistics, zu der IFB gehört.

Vor allem Deutschland, Griechenland und die Türkei will das Unternehmen mit der Integration des ICF-Geschäftes in sein Netzwerk aufnehmen. So operiert IFB mit dem erweiterten Angebot künftig auch von Deutschland aus.

Für 2011 hat IFB angekündigt, die Zahl der genutzten Terminals zu erhöhen und die Fahrplanangebote weiter ausdehnen zu wollen.