Belgien und die USA tauschen DNA aus

Belgien und die USA haben ein Abkommen über den Austausch von Fingerabdrücken und DNA-Material geschlossen. Das hat die scheidende Innenministerin Annemie Turtelboom in Washington verkündet.

Die scheidende Innenministerin Annemie Turtelboom (Open VLD) gab das Abkommen im Rahmen des europäisch-amerikanischen Gipfels in der amerikanischen Hausptstadt bekannt.

Dem Abkommen ging jede Menge Kritik voraus. Insbesondere der belgische Ausschuss für die Wahrung der Privatsphäre hatte zahlreiche Vorbehalte gegen einen solchen Austausch. Jetzt sollen jedoch ausreichende Garantien über die Nutzung der Daten vorliegen.

Dieses Abkommen ist für die Polizei wichtig im Kampf gegen schwere Verbrechen. "Das ist eine sehr operationelle Zusammenarbeit", betonte Turtelboom. "Jetzt kann festgestellt werden, ob die DNA und die Fingerabdrücke einer Person bereits in einer bestimmten Datenbank gespeichert sind. Das kann echt helfen, schwere Verbrechen bei uns zu lösen."

Das Abkommen behandelt mehr als den Kampf gegen Terroristen. "Hier geht es auch um transnationale schwere Kriminalität, bei der zwei Kontinente betroffen sein könnten."

Im Januar soll das Abkommen in Anwesenheit der amerikanischen Ministerin für innere Sicherheit, Janet Napolitano, in Belgien unterzeichnet werden.