Magensonde blieb nach Operation im Körper

Bei einer 58jährige Frau ist eine Magensonde entdeckt worden, die sich vier Monate nach einer Operation noch immer in deren Körper befand. Die OP fand in einem Krankenhaus statt, aus dem diese Woche schon ein ähnlicher Fall bekannt wurde.

Das Augustinus-Krankenhaus im Antwerpener Stadtteil Wilrijk kämpft in diesen Tagen mit einem äußerst schlechten Ruf. Innerhalb von nur wenigen Tagen wurden zwei Fälle von nach Operation im Körper der Patienten zurückgelassenen Instrumenten bekannt.

Nach dem letzte Woche bekannt geworden war, dass bei einem Mann gleich zwei OP-Klammern "vergessen“ worden waren, sorgt jetzt ein Fall von einer 1,3 m langen Magensonde im Körper einer 58jährigen Patientin für Schlagzeilen.

Die Frau hatte sich einer schweren Operation unterziehen lassen müssen, wurde aber nach dem Eingriff nicht gesund. Die OP fand im Augustinis-Krankenhaus in Antwerpen/Wilrijk statt.

Danach wurde die Patientin zur Reha in eine Klinik in Malle verlegt, wo sie eine Zeit lang im Coma lag. Auch dort war von Genesung keine Spur.

Ganz im Gegenteil: Die Frau behielt keine Nahrung im Magen und musste sich ständig übergeben. Innerhalb von 4 Monaten verlor sie 30 Kilo Gewicht. Doch dann entdeckte ihr Ehemann ein grünes Stückchen Plastik in deren Kehle. Dies war ein Teil einer 1,3 m langen Magensonde, die von der Speiseröhre bis zum Dünndarm reichte.

Probleme bekannt?

Die betroffenen Mediziner in Wilrijk und Malle wollen von einem Fehler nichts wissen und verweisen lediglich auf Kommunikationsprobleme, die nun einmal vorkommen können.

Doch mittlerweile wurde auch bekannt, die schreibt jedenfalls die flämische Tageszeitung Het Laatste Nieuws, dass die Pflegeinspektion der flämischen Landesgesundheitsbehörde zumindest der Augustinus-Klinik vor drei Jahren erst ein schlechtes Zeugnis ausstellte.

Die Kontrolleure bemängelten schon 2007 den schlecht organisierten Umgang mit chirurgischem Material im Zusammenhang mit medizinischen Eingriffen…