Reform der belgischen Fußballreform

In der ersten belgischen Fußball-Liga spielen ab der kommenden Saison wieder 18 Mannschaften. Auch die Playoffs werden abgeschafft. Das ist das Ergebnis einer Abstimmung im Verwaltungsrat des Verbands der belgischen Profivereine, der Pro League.

Die elf kleineren Vereine im belgischen Profifußball und Standard Lüttich begrüßten die Entscheidung, anstatt mit 16 wieder mit 18 Mannschaften anzutreten. Damit wird die Meisterschaftsreform rückgängig gemacht. Roland Duchatelet, der Vorsitzende von STVV Sint-Truiden, sagte nach der Abstimmung, in der Bevölkerung , bei den Fußballfans, den Vereinen und den Trainern sei schon seit Monaten gefordert worden, das wieder mit 18 Clubs gespielt werde.

Die vier größten und reichsten Vereine des Landes - Anderlecht, Club Brugge, AA Gent und RC Genk - wollten hingegen eine Meisterschaft mit 16 Mannschaften und Playoffs behalten. Die Reform habe ihren Nutzen bewiesen, erklärte zum Beispiel Dirk Degraen, der Direktor von Genk.

Die vier Spitzenvereine haben für nächste Woche eine Krisensitzung anberaumt. Vermutet wird, dass sie dann eine größere Beteiligung an den Fernseheinkünften fordern werden. Viieleicht werden diese Clubs dann auch dazu übergehen, ihre TV-Rechte selbst zu verhandeln. Unklar ist sowieso noch, wie die erneute Reform der Fußball-Meisterschaft praktisch umgesetzt wird.