Wirtschaft: Der IWF lobt Belgien

Belgiens Wirtschaft schneidet im Vergleich zu anderen EU-Mitgliedstaaten recht gut ab. Trotzdem seien dringende Maßnahmen zur Wiederbelebung der Wirtschaft nötig. Das steht in einem Bericht des Internationalen Währungsfonds, IWF.

In den letzten zwei Wochen waren Inspektoren des IWF in unserem  Land, um sich ein Bild des wirtschaftlichen Zustands unseres Landes zu machen.

Im Bericht des IWF steht, dass Belgiens Wirtschaft besser abschneidet als der Durchschnitt in der Eurozone und in der EU. In einigen Bereichen sei Belgien sogar mit führend. So sei Belgiens Haushaltsloch noch relativ klein im Vergleich zum Rest Europas und seien in diesem Jahr 50.000 Arbeitsplätze geschaffen worden.

Trotzdem meint der IWF, sollte nicht zu lange mit den nötigen Maßnahmen gewartet werden. So scheint Belgien nicht ausreichend auf die Überalterung der Bevölkerung vorbereitet zu sein. Außerdem stellt sich der IWF Fragen zur automatischen Lohnindexierung. Die Konkurrenzfähigkeit der Betriebe könnte durch eine flexiblere Anwendung der Indexbindung der Löhne verbessert werden. Das Arbeitslosengeld sollte zudem zeitlich begrenzt werden.

Es sei notwendig, dass die Staatsschulden im kommenden Jahr weiter gedrosselt werden als die derzeit veranschlagten 4,1 Prozent. Unser Land sollte es unter diese Zahl schaffen, um 2012 leichter unter die 3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu kommen. Das ist die in der Eurozone vereinbarte Grenze der Neuverschuldung.