Belgische F-16: Stromausfall in Marokko

Bei einem Manöver der belgischen Luftwaffe in Marokko hat ein belgischer F-16-Pilot bei einem Tiefflug einen Strommast gestreift. Die Folge davon war ein Stromausfall in Teilen Marokkos und Algeriens.

Der Vorfall geschah bereits im November, wurde aber erst jetzt durch einen Bericht der Nachrichten-Webseite De Wereld Morgen öffentlich. Mittlerweile hat das belgische Verteidigungsministerium den Vorfall bestätigt.

Im November begaben sich 85 belgische Luftwaffenangehörige mit sieben F-16-Kampfflugzeugen zum Luftwaffenstützpunkt Sidi Slimane in Marokko.

Ziel des Manövers waren Trainingsflüge für belgische Piloten, die an der NATO-Mission in Afghanistan teilnehmen sollen. Die Landschaft um Sidi Slimane ähnelt der des zukünftigen Einsatzgebietes der belgischen Piloten am Hindukusch offenbar sehr.

Bei einigen Tiefflügen jedoch berührte die Maschine eines der Piloten eine Hochspannungsleitung. Zwar gelang dem Piloten, seine F-16 sicher zu landen, doch ein Kabel der Hochspannungsleitung brach und sorgte in weiten Teilen Marokkos und im benachbarten Algerien für empfindliche Stromausfälle. Zu diesem Zeitpunkt litt Marokko bereits unter Stromausfällen durch das Hochwasser nach schweren Regenfällen.

Verteidigungsminister Pieter De Crem (CD&V) und die belgische Armeeführung bestätigten den Fall, wollten ihn jedoch nicht kommentieren, bevor eine Untersuchung des Vorfalls vorliegt.