Ermittlungspannen im Mordfall Annick

Bei den Ermittlungen im Mordfall Annick Van Uytsel sind grobe Fehler gemacht worden. Zu diesem Schluss kommt das Komitee P, die Aufsichtsbehörde der belgischen Polizei- und Ermittlungsdienste,, wie die flämische Tageszeitung De Morgen am Freitag meldete.

Ohne diese Pannen hätte der mutmaßliche Mörder Ronald Janssen womöglich daran gehindert werden können, weitere Morde zu begehen. Janssen war im Laufe der Ermittlungen mehrer Morde und Vergewaltigungen überführt worden.

Nach den Angaben des Komitee P haben die Beamten der Gerichtspolizei von Löwen in Flämisch Brabant nach dem Mord an der 18jährigen Studentin Annick Van Uytsel im Frühjahr 2007 Hinweise von ihren Kollegen aus der Provinz Limburg auf Ronald Janssen erhalten. Diese führten jedoch nicht zu seiner unmittelbaren Festnahme.

Der Jahresbericht des Komitee P kritisiert im vorliegenden Fall, der weit über die Grenzen von Belgien hinaus für Schlagzeilen sorgte, mangelhafte Ermittlungsmethode, schlechte Organisation der beteiligten Stellen und fehlerhaften Informationsaustausch zwischen den Polizeidienststellen.

Wie Belgiens geschäftsführender Justizminister Stefaan De Clerck (CD&V) nach Einsicht des Jahresberichts erklärte, bietet das Komitee P in seinen Bemerkungen auch Empfehlungen, wie derartige Ermittlungsfehler, die zu solch dramatischen Entwicklungen führten, in Zukunft vermieden werden können.