Rutschpartien in Flandern

In den Provinzen Antwerpen, Ostflandern und Flämisch-Brabant hat es in der Nacht zum Samstag stark geschneit. Dadurch ist der Verkehr sowohl auf den Nebenstraßen als auch auf den Autobahnen behindert. An einigen Stellen ist nur eine Fahrbahn frei. Die Busse in ganz Flandern haben Verspätung.

Schwere Unfälle wurden noch nicht gemeldet, aber das flämische Verkehrsamt warnt vor Rutschpartien.

Das Straßen- und Verkehrsamt versichert, dass überall gestreut wurde. "Sowohl auf den Autobahnen als auch auf den Überlandstraßen sind die Streudienste im Einsatz gewesen. Es wurde auch vorsorglich gestreut und inzwischen sind wir verschiedenerorts mit den Schneepflügen unterwegs."

Auf den meisten Autobahnen und Schnellstraßen kann die rechte Fahrspur inzwischen wieder befahren werden, so das Straßenverkehrsamt. Mancherorts wurde der linke Fahrstreifen gesperrt und anererorts wurde eine Geschwindigkeitsbegrenzung eingeführt.

Das Verkehrsamt rät den Menschen, zu Hause zu bleiben. "Wir streuen auch weiterhin und unsere Schneepflüge bleiben im Einsatz, aber aufgrund des geringen Verkehrs und der Minusgrade ist es schwer, die Straßen zu räumen. Wir raten den Menschen also, wenn es irgendwie geht, nicht mit dem Auto zu fahren", so Jo Lieben vom Straßen- und Verkehrsamt.

Insbesondere in Limburg wird mit erneuten Schneestürmen gerechnet. In Wallonien liegt noch mehr Schnee und auch dort ist der Verkehr wegen der Schneemassen stark behindert.

Auch De Lijn und Flugverkehr betroffen

Aufgrund der Schneemassen haben die Busse der Nahverkehrsgesellschaft De Lijn in ganz Flandern Verspätung. Die größten Probleme gibt es im Waasland. Dort haben die Busse bis zu 45 Minuten Verspätung. Auch in Limburg, der Stadt Antwerpen und in der Region Mechelen kämpft die Nahverkehrsgesellschaft mit großen Verspätungen.

In Knokke konnte die Küstentram verschiedene Male nicht ausfahren. In Flämisch-Brabant fahren die Busse inzwischen wieder mehr oder weniger nach Fahrplan, meldet De Lijn.

Die Straßenbahnen von De Lijn fahren größtenteils nach Plan. Dies haben sie den Schneestraßenbahnen zu verdanken, die die Oberleitungen eisfrei halten.

Die belgische Bahn hat Probleme auf der Strecke Antwerpen-Brüssel. Der Grund sind mehrere kaputte Züge. Vereinzelt kommt es auch zu Verspätungen.

Am Brüsseler Flughafen  sind die Verspätungen zahlreich , weil die Flugzeuge enteist werden müssen. Der Flughafen ist aber geöffnet. Solange es keinen Neuschnee gibt, handelt es sich um eine normale Situation bei Winterwetter, so der Sprecher Jan Van der Cruyssen. Er erwartet, dass sich die Situation am Nachmittag normalisiert, es sei denn es fällt erneut Schnee.

Annullierungen kämen vor, aber eher als Folge von Problemen auf ausländischen Flughäfen, wie bei Flügen in Richtung London, Schiphol (Amsterdam) und München.

Fluginformationen finden Sie auf der Webseite des Flughafens in NL, FR und EN (leider nicht auf Deutsch).