Vande Lanotte eilt zur kranken Mutter

Der königliche Vermittler Johan Vande Lanotte (SP.A) hat die geplanten Gespräche mit den Parteivorsitzenden erneut verschoben. Der Grund ist der Gesundheitszustand seiner Mutter, der sich offenbar verschlechtert hat. Seinen Entwurf zu den Verhandlungen wird er dadurch später vorlegen.

Am Freitag gegen 16 Uhr wurde Vande Lanotte plötzlich mitgeteilt, dass es seiner Mutter wieder schlechter ginge. 

Er ist darauf hin direkt zum Krankenhaus nach Ypern gefahren. Das geplante Treffen mit dem Vorsitzenden der flämischen Christdemokraten (CD&V), Wouter Beke, konnte deshalb nicht mehr statt finden. Auch die Gespräche mit den flämischen Sozialisten SP.A und den flämischen Grünen Groen! mussten verschoben werden.

Die Verhandlungen zur Staatsreform wurden letzte Woche auch schon einmal für drei Tage unterbrochen, als Vande Lanotte erfuhr, dass es seiner Mutter schlecht gehe. Am Montag hatten sich die Parteien dann erneut getroffen und der Vermittler stellte ein abgeändertes Finanzierungsgesetz vor.

Seither konnte Vande Lanotte Einzelgespräche mit dem Chef der flämischen Nationalisten (N-VA),  Bart De Wever, dem Vorsitzenden der französischsprachigen Sozialisten PS, Elio Di Rupo und der Chefin der französischsprachigen Christdemokraten CDH, Joëlle Milquet, führen.

Die Gespräche sollen voraussichtlich am Sonntagabend und Montag wieder aufgenommen werden. Der Entwurf zu den Verhandlungen wird somit wohl erst Ende der nächsten Woche anstelle Anfang der Woche fertig sein.