Ganz Belgien versinkt unter Schneedecke

Derzeit zieht eine neue Schneezone von Süden nach Norden über unser Land hinweg. In Wallonien wird bis zu 10 Zentimeter Neuschnee erwartet. Es wird allen Bürgern geraten, zu Hause zu bleiben und das Auto stehen zu lassen.

Im Gegensatz zu dem, was erwartet wurde, fällt nicht nur Schnee in Wallonien, sondern auch im Rest des Landes.

In der Provinz Hennegau wurden viele Busse der wallonischen Verkehrsgesellschaft TEC in die Depots zurückgerufen. Die Maßnahme gilt in den Regionen Centre und Mons-Borinage. Auch in den Provinzen Lüttich, Namur und Luxemburg fahren die Busse nicht nach Fahrplan. Um mit dem Neuschnee fertig zu werden, stehen in Wallonien 550 Streu- und Abschleppwagen zum Einsatz bereit.

In den flämischen Ardennen sind wieder viele Straßen völlig zugeschneit. Das führt zu Problemen bei der Nahverkehrsgesellschaft De Lijn. In Westflandern meldet die flämische Verkehrsgesellschaft Behinderungen in der Gegend um Kortrijk-Ypern. In Flämisch-Brabant fahren die Busse nur noch auf den Hauptstraßen und in Antwerpen und Limburg haben die Busse 10 bis 40 Minuten Verspätung.

In Wallonisch-Brabant blockiert ein Lkw die N25. Den Lkw-Fahrern wird dringend geraten, weder hangabwärts noch -aufwärts zu fahren, denn die Gefahr zu rutschen sei zu groß.

Aufgrund des starken Schneefalls sind in ganz Wallonien Schwerlaster bis zum morgigen Montag verboten worden. Das hat der wallonische Verkehrsminister Benoît Lutgen entschieden.

Auf dem Brüsseler Ring wurde übrigens der Groenendaaltunnel in beide Richtungen geschlossen. In Brüssel wurden außerdem einige Straßenbahnstrecken verkürzt und viele Busse haben bis zu einer halben Stunde Verspätung.

Kein Flugverkehr mehr in Charleroi und Lüttich

Inzwischen sind auch die Flughäfen von Charleroi und Lüttich geschlossen worden. Es ist noch nicht deutlich, wann dort wieder geflogen werden kann.

Die Bahn hat bislang nur wenige große Probleme. Nur der Thalys hat Verspätung und einige Eurostarzüge wurden für den Sonntagabend gestrichen.