Schneechaos - 700 Km Stau

In ganz Flandern sind die Nebenstraßen gefährlich glatt. Die Autobahnen sind besser befahrbar, aber gegen 8.30 Uhr erreichte der Stau dort 700 Kilometer. Am Montagmorgen sind bereits jede Menge Unfälle passiert.

Vielerorts ist in der Nacht zum Montag in Flandern kein Neuschnee mehr hinzu gekommen. Vermutlich bleibt das bis zum Mittag auch so. Trotzdem ist es gefährlich glatt auf den Straßen, insbesondere auf den Nebenstraßen.

Auf der Mehrzahl der Autobahnen sind 2 von 3 Fahrbahnen befahrbar. Es muss jedoch langsamer gefahren werden. Der morgendliche Stau hat dadurch schnell zugenommen. Gegen 7.45 Uhr belief sich der Stau bereits auf 475 Kilometer und um 8.30 Uhr erreichte der Stau 700 Kilometer.

Gegen 9.30 Uhr wurden immer noch 500 Kilometer gemessen und um 10.20 Uhr waren es noch 220 Kilometer.

Auf der E17 von Antwerpen nach Gent sind in der Nacht zum Montag mehrere Unfälle passiert. Das verursachte mehrere Probleme. Am Montagmorgen sind auf der E17 auf der Höhe von Waregem zudem mehrere Autos aufeinandergefahren.

Auch auf der E40 und auf der E19 passierten mehrere Unfälle.

Die Automobilverbände hatten den Pendlern am Sonntagabend jedenfalls schon einmal geraten, falls möglich, zu Hause zu bleiben oder später abzufahren. Beim Automobilverband VAB sind doppelt so viele Hilferufe wegen Unfällen eingegangen wie gewöhnlich. Auch VAB ruft dazu auf, zu Hause zu bleiben.

"Kleine Unfälle haben an diesem Morgen große Staus verursacht", sagt Danny Smagghe vom Verkehrsverband Touring. Ihm zufolge hätten jede Menge Menschen im Stau gestanden, die dort eigentlich nicht hingehörten. "Es handelt sich um Menschen, die zum Beispiel einkaufen gehen wollen und die auch später hätten abfahren können", betont er. Touring kritisiert auch die Wettervorhersage, die nicht genau genug gewesen sei.

Salz streuen und Schnee schippen

Die ganze Nache waren die Streudienste des Straßenverkehrsamtes im Einsatz. Trotzdem ist es auf den meisten Nebenstraßen immer noch gefährlich glatt und die linken Fahrspuren liegen noch stets unter einer Schneedecke.

"Auch an Auf- und Abfahrten und auf Brücken ist es immer noch spiegelglatt. Wer nicht absolut nach draußen muss, sollte lieber drinnen bleiben", so Jo Lieben vom Straßenverkehrsamt.

"Am vergangenen Wochenende haben wir über 2.700 Tonnen Salz gestreut und es wurde Schnee geräumt", sagt Lieben. Laut Lieben seien in diesem Winter insgesamt bereits 37.500 Tonnen Salz gestreut worden. "In den letzten Wintern waren das für die gesamte Saison im Durchschnitt 40.000 Tonnen." Das sei in diesem Jahr also schon enorm viel, so Lieben noch.

Fahrverbot für Schwerlaster in Wallonien verlängert

Das Fahrverbot für Schwerlaster in Wallonien ist auf mindestens Montag, 15 Uhr, verlängert worden. Der Zustand der Straßen in Wallonien ist noch schlimmer als in Flandern.

Auf der E411 sind einige Bäume auf die  Fahrbahn gefallen. Mancherorts liegt eine Eisschicht von 5 Zentimetern auf der Autobahn. Auch auf anderen Autobahnen ist es sehr gefährlich.

"Die Witterungsverhältnisse sind echt schwierig", sagt Willy Henri von der Verkehrspolizei in Namur. Er appelliert an die Bürger, um Wallonien zu vermeiden.