Eine neue Kirche für Diepenbeek

Die Gemeinde Diepenbeek bei Hasselt in der Provinz Limburg , in der nach der Mitternachtsmesse am Heiligen Abend die Lutselus-Kirche einstürzte, erhält ein neues Gotteshaus. Das haben der Gemeinderat von Diepenbeek, der Kirchenrat der betroffenen Pfarre und der Versicherer Ethias entschieden.

Die Kirche war bei der Versicherungsgesellschaft Ethias gut versichert. Die Gesellschaft wird rund 3 Millionen € an die Gemeinde Diepenbeek ausschütten. Die 72 Jahre alte Lutselus-Kirche war übrigens die einzige Kirche in ganz Belgien, die im Besitz einer Gemeinde (Foto: Rathaus von Diepenbeek) war. Bei allen anderen Gotteshäusern sind Bistümer, Pfarren oder Kirchenfabriken die Träger.

Unklar ist noch wo, das neue Gotteshaus entstehen soll und ob das neue Gebäude möglicherweise auch zu anderen Zwecken genutzt werden soll. Darüber soll der Gemeinderat in Zusammenarbeit mit der Kirchenfabrik erst noch eine Entscheidung treffen.

"Es ist so gut wie unmöglich, die eingestürzte Kirche wieder aufzubauen. Wir haben aus den Ruinen gerettet, was noch zu retten war.“ sagte Stadtrat Frank Keunen in Diepenbeek.

Einige wertvolle Gegenstände waren fast unversehrt geblieben und konnten geborgen werden - unter anderem die Orgel, ein reich verziertes Kruzifix und eine Marienstatue mit dem Jesuskind.

Viele Dächer eingestürzt

Das Mittelschiff der Liebfrauenkirche im Stadtteil Lutselus der Gemeinde Diepenbeek bei Hasselt war in den frühen Morgenstunden des ersten Weihnachtstages unter der Schneelast eingestürzt. Wahrscheinlich konnte das Flachdach der Kirche dem Druck nicht mehr stand halten.

In den vergangenen Tagen waren im belgischen Bundesland Flandern auch andere Dächer unter den Schneemassen zusammengebrochen. Zu Schaden kam glücklicherweise bisher niemand dadurch. Die häufigsten Probleme kommen in den Provinzen Limburg und Flämisch-Brabant vor. In den anderen flämischen Regionen ist der Schnee schon weggeschmolzen.

Die eingestürzten Dächer waren fast alle Flachdächer auf Lagerhallen, Werkstätten, Schulen oder Sport- und Freizeithallen. Viele weitere Dächer werden mittlerweile aus Vorsorge gestützt.