Brüssel: Elfenbeinküste hat zwei Botschafter

Die Anhänger des international anerkannten Präsidenten der Elfenbeinküste, Alassane Ouattara, wollen in Brüssel einen friedlichen Botschafterwechsel durchdrücken. Die Vertreterin des bisherigen Machthabers ist noch im Amt. Die neue Botschafterin ist aber schon ernannt.

Mittlerweile hat die geschäftsführende belgische Bundesregierung den neu gewählten Präsidenten des westafrikanischen Staates Elfenbeinküste, Alassane Ouattara (Foto oben), anerkannt. Dies ermöglicht Ouattra, seine neue Vertreterin Sara Amani in Brüssel einzusetzen.

Doch der abgewählte Machthaber Laurent Gbagbo (Foto) will nicht weichen und dessen Vertraute in der belgischen Hauptstadt, Marie Gosset, bleibt bisher auf ihrem Botschaftersessel sitzen.

Nun wollen die Anhänger von Alassane Ouattara in Brüssel versuchen, einen friedlichen Botschafterwechsel zu ermöglichen. Mit sanftem Druck versuchen sie die Gbagbo-Getreue vor die Türe zu setzen.

Ein Sprecher des belgischen Außenministeriums bestätigte, dass Sara Amani offiziell durch den neuen Präsidenten der Elfenbeinküste ernannt ist und fügte hinzu: "Angesichts dessen, dass Belgien den Wahlsieg von Alassane Ouattara anerkennt, werden wir in Zukunft unsere Gespräche nur mit dieser Person führen.“

Unterdessen kündigte Laurent Gbagbo an, die Botschafter jener Staaten, die den Wahlsieg seines Konkurrenten anerkennen, des Landes zu verweisen. Belgien und Frabkreich haben Ouattara als legitimen Staatschef bereits anerkannt.