Airbus kehrt um wegen lästigem Passagier

Ein Airbus A330 von Brussels Airlines musste am Donnerstag wieder an den Abflugsort Zaventem zurückkehren, weil ein Passagier an Bord Streit anfing und Drohungen äußerte. Die Maschine war auf dem Weg zur kongolesischen Hauptstadt Kinshasa und zur angolanischen Hauptstadt Luanda.

Die Maschine war am Donnerstagmorgen vom Brüsseler Flughafen Zaventem abgeflogen. Einer der Passagiere war nicht zu beruhigen und bedrohte Personal und Passagiere des Fluges. Daraufhin beschloss der Bordkommandant, umzukehren.

Dem Amokläufer wurden bei Ankunft Handschellen von der Polizei angelegt. Er machte einen verwirrten Eindruck. "Das Gesetz sieht besonders strenge Strafen für Menschen vor, die an Bord eines Flugzeugs Amok laufen", betont Geert Sciot von Brussels Airlines.

Der Airbus konnte letztlich mit einer vierstündigen Verspätung erneut abfliegen.

Bei dem Amokläufer handelt es sich um einen 35-jährigen Mann, der im Kongo geboren ist. Er hat einst in unserem Land einen Asylantrag gestellt, allerdings unter einer anderen Identität als der, die er am Donnerstag angab. Der Mann ist dem Untersuchungsrichter vorgeführt worden.

Die Brüsseler Staatsanwaltschaft hat den Mann inzwischen verhaftet. Er wird beschuldigt, die Sicherheit des Flugzeugs und der Insassen in Gefahr gebracht zu haben. Der Mann riskiert bis zu 20 Jahre Haft.

Brussels Airlines erhebt Klage gegen den Mann

Die Fluggesellschaft Brussels Airlines reicht Klage gegen den kongolesischen Passagier ein, der am Donnerstag Amok in einem Airbus lief. Die Gesellschaft hofft, dass sie auf diese Weise für den wirtschaftlichen Schaden, den sie dadurch hatte, entschädigt wird.