Auch Belgier wünschen sich Glück für 2011

Auch in Belgien wurde das Neue Jahr mit Feuerwerk und Freiluftpartys begrüßt. 113 Millionen SMS wurden verschickt und damit erneut der Rekord gebrochen. Die Nacht verlief ohne große Zwischenfälle und nur vereinzelt musste die Polizei kleinere Streitereien schlichten.

In Brüssel wurde um Punkt Mitternacht ein großes Neujahrsfeuerwerk gezündet. Wie jedes Jahr versammelte sich viel Volk auf dem Kunstberg in der Innenstadt, um sich das Spektakel anzusehen.

In diesem Jahr wurde das Feuerwerk vor dem Hintergrund der EU-Präsidentschaft gestaltet. Die Farben des Feuerwerks und die begleitende Musik hierzu waren die der Länder, die 2010 die EU-Präsidentschaft inne hatten, nämlich Spanien und Belgien.

In Löwen trafen sich viele Partygänger auf dem Oude Markt zum "Löwener Countdown". Unter einer großen Discokugel wurde das neue Jahr eingläutet. Letztes Jahr war die Veranstaltung vor allem für die umliegenden Cafés und Gaststätten auf dem Oude Markt sehr ertragreich.

Nacht ohne große Zwischenfälle

Insgesamt verlief die Silvesternacht ohne große Zwischenfälle in Belgien. In Gent musste die Polizei ein Dutzend Mal kleinere Streitereien schlichten, vor allem in den Morgenstunden. 

In Brüssel mussten einige U-Bahnstationen wegen kleineren Zwischenfällen vorübergehend  geschlossen werden.

In der Silvesternacht konnten die Partygänger die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. So wurden auf den wichtigsten Linien in Flandern und Brüssel zusätzliche Fahrzeuge eingesetzt. Der Sonderfahrschein für 2,50 Euro, mit dem man die ganze Nacht und auch noch am heutigen 1. Januar mit den öffentlichen Nahverkehrsmitteln fahren kann, wurde und wird noch gut genutzt. Laut ersten Schätzungen wurden 215.000 Partygänger sicher nach Hause gebracht. Das ist eine Zunahme um 13 Prozent im Vergleich zum letzten Jahr.

Zwischen Mitternacht und sechs Uhr früh konnte man auch die Responsible Young Drivers für eine sichere Fahrt nach Hause in Anspruch nehmen. Die Responsible Young Drivers sind ehrenamtliche Mitarbeiter, die die Partygänger mit ihrem eigenen Auto sicher nach Hause fahren.

"Es ist nur eine Notlösung", sagt Frédéric Van Linthoudt von der ehrenamtlichen Organisation. "Es ist nicht Sinn der Sache, die  Menschen die ganze Nacht herumzuchauffieren. Es ist eine einmalige Sache, um das neue Jahr sicher einzuleiten."

SMS-Rekord erneut gebrochen

Auch in diesem Jahr ist der SMS-Rekord in Belgien wieder gerbrochen worden. Insgesamt wurden via die drei großen Operatoren 113 Millionen SMS versandt.

Mobistar verzeichnete einen Rekord von 45 Millionen SMS , 37 Prozent mehr als im letzten Jahr. Bei Base wurden 28 Millionen Berichte versandt, was einer Zunahme um 25 Prozent gegenüber dem letzten Jahr entspricht. Nur bei Proximus wurden weniger Glückwünsche per SMS als in der Silvesternacht 2009 verschickt, nämlich insgesamt 40 Millionen.

Die Operatoren hatten zusätzliche Kapazität reserviert. Dadurch gab es keine technischen Probleme.