Belgien will die Autobahnmaut einführen

Nach Angaben des wallonischen Haushalts- und Wirtschaftsministers André Antoine (CDH) sind sich die drei belgischen Regionen in Sachen Autobahnmaut ab 2013 einig. Die Landesregierungen in Flandern und Brüssel müssen noch zustimmen.

In den kommenden Tagen soll das Abkommen zur Einführung einer Maut auf den belgischen Autobahnen gültig sein, denn neben der Wallonie müssen Flandern und Brüssel der Einigung noch offiziell zustimmen.

Die Autobahnmaut soll die derzeit gültige Eurovignette für Lastwagen aufheben. Ab 2013 soll für den Schwerlastverkehr eine kilometergebundene Abgabe entrichtet werden. Leichtere Fahrzeuge werden mit einer noch zu bestimmenden Form der Maut belastet.

Dabei könnte es sich um eine elektronische Vignette handeln, mit der die Maut über die Fahrtdauer abgerechnet werden soll. Einzelheiten sind noch nicht bekannt.

Unklar ist auch, wie die Maut von ausländischen Fahrzeugen eingenommen werden kann. Derzeit ist die Rede von einem "Gebrauchrecht“, dass belgische und ausländische Fahrzeughalter gemeinsam finanzieren sollen. Hier hat aber offenbar die Europäische Union noch ein Wörtchen mitzureden, wie der Autofahrerverband Touring in seiner harschen Kritik an dem Vorhaben andeutet.

Bei Touring hält man die Autobahnmaut ganz klar für eine zusätzliche und "ordinäre“ Steuer, die rundweg abzulehnen sei. Die belgischen Fahrzeughalter würden pro Jahr über die bisherigen Steuern 13,8 Milliarden entrichten. Für Touring ist der einzige Vorteil einer solchen Maut die Tatsache, dass die ausländischen Autobahnnutzer mitbezahlen müssen.