Die Belgier sind so reich wie selten zuvor

Die Belgier gehören zu den reichsten Einwohnern der Eurozone. Durchschnittlich nennt jeder Belgier etwa 160.000 € sein Eigen. Doch die neusten Statistiken der Nationalbank belegen auch eine größer werdende Kluft zwischen arm und reich.

Nach Berechnungen der Nationalbank besitzt jeder Belgier derzeit im Durchschnitt 160.000 €, wobei die Immobilienwerte mit einberechnet sind. Das entspricht einer Summe von 1.767 Milliarden €. Trotz Finanz- und Wirtschaftskrise führt dieser relative Reichtum zu immer schneller steigenden Immobilienpreisen.

Zur Zeit steigen diese Preise schneller als Löhne und Gehälter. Das wiederum hat zur Folge, dass sich junge Familien immer häufiger keine eigene Wohnung oder kein eigenes Haus mehr leisten können, trotz doppeltem Verdienst.

Wer nicht mit einem Erbe rechnen kann oder wessen Familie einen Hausbau oder –kauf mitfinanzieren kann, der muss weiter mieten, doch auch hier steigen die Preise. Schon macht der Begriff "working poor - arbeitende Arme“ auch in Belgien die Runde…

Der Trend der steigenden Immobilienpreise hält in Belgien seit etwa 1995 an. Und der Blick in die Zukunft verspricht keine Änderung. Die Zinsen auf Hypotheken werden wohl auch in den kommenden Jahren ansteigen.

Der EZB-Leitzins könnte steigen

Der Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) liegt derzeit zwar bei 1 % historisch niedrig, könnte aber in der zweiten Jahreshälfte 2011 angehoben werden. Damit werden in Belgien sowohl die variablen, als auch die festen Zinssätze der Banken steigen.