Henin und Malisse gehen baden

Vorjahresfinalistin Justine Henin ist bei den Australian Open in der dritten Runde gescheitert. Die Belgierin verlor gegen die Russin Swetlana Kusnezowa in zwei Sätzen mit 4:6 und 6:7. Auch für Xavier Malisse ist das Turnier zu Ende. Er war eine Nummer zu klein für Roger Federer.

Aus für Henin

Unter der brennenden Sonne von Melbourne lieferten sich Henin und Kusnezowa ein scharfes Duell.

Henin und Kusnezowa hielten sich gut im Gleichgewicht und bis zum 3:3 war auch kein einziges Wölkchen am Himmel. Die Russin schien jedoch zu fühlen, dass sie das Spiel einfach durchziehen muss und Henin knickte ein: 0:40 und der Break war Tatsache. Unsere Landsmännin konnte das nicht mehr wieder gut machen und der erste Satz ging an Kusnezowa.

Die Russin behielt ihren Elan bei und Henin schien zu ermüden. Bei einem Rückstand von 4:5 im zweiten Satz schaffte Henin es zum ersten Mal, der Russin ein Aufschlagspiel abzunehmen. Es kam zu einem Tie-Break und Henin rettete drei Matchpunkte. Der Satz ging trotzdem an die Russin, nachdem Henin einen Doppelfehler machte.

Aufgrund dieser Niederlage ist nur noch Kim Clijsters als einzige belgische Frau in Melbourne übrig.

Justine zeigte sich als gute Verliererin: "Das ist eine große Enttäuschung, aber Swetlana war heute einfach besser als ich. Wenn es darauf ankam, war sie da."

"Mein Niveau war nicht gut genug, um zu gewinnnen", so Henin noch. "Das war nicht der beste Tag meiner Karriere, hoffentlich läuft es das nächste Mal besser."

Henin spielte mit einer Ellenbogenverletzung, aber das wollte sie nicht als Entschuldigung anbringen: "Ich wusste, dass ich nicht hundert Prozent fit war, aber ich hatte mich entschlossen, trotzdem zu spielen, deshalb ist das keine Entschuldigung”, sagte Henin noch nach dem Match.

Auch Malisse ist draußen

Auch Xavier Malisse scheiterte in der dritten Runde. Er war einfach eine Nummer zu klein für Roger Federer. Der Weltranglistenzweite aus der Schweiz ließ Malisse keine Chance und entschied das Spiel klar in drei Sätzen 6:3, 6:3 und 6:1 für sich.

"Wenn Federer spielt so wie er heute gespielt hat, dann ist da nicht mehr viel zu sagen", so Malisse nach dem Match.

"Er legte einen Blitzstart hin und dann weißt man, dass es wieder so ein Tag wird. Er war einfach zu stark, ein anderes Niveau. Es ging einfach zu schnell."

"Ich habe weiter gekämpft und ich habe auch nicht schlecht gespielt. Ich habe doch das Gefühl, dass ich mehr Rallys gespielt habe als das Ergebnis vermuten läßt."

"Als ich Federer in meiner Tabellenhälfte stehen sah, war die dritte Runde mein Ziel. Es ist auch keine Schande gegen Federer zu verlieren. Hut ab und auf in den nächsten Wettkampf", so Malisse mutig.