ArcelorMittal: Vorerst keine Stilllegungen

Erleichterung bei den belgischen Stahlkochern. ArcelorMittal kündigte gegenüber den Gewerkschaften an, dass es vorerst nicht zu Stilllegungen oder Kurzarbeit am Standort Lüttich (Foto) kommen wird. Ganz im Gegenteil.

Aufgrund der wieder wachsenden Wirtschaft wird ArcelorMittal im Lütticher Stahlbecken die Produktion wieder anziehen. Die Auftragsbücher seien voll und bis Mitte des Jahres wolle man wieder auf Hochtouren produzieren.

Die Stilllegung einiger kalter Produktionslinien bei gleichzeitiger Kurzarbeit von bis zu 500 Mitgliedern der Belegschaft, die ArcelorMittal noch im vergangenen November angekündigt hatte, wird ausgesetzt. Zudem soll der Hochofen B in Ougrée wieder mit seiner ganzen Kapazität arbeiten und bleibt demnach angeheizt.

Das bedeutet, dass die Lütticher Stahlstandorte in Tilleur, Ivoz-Ramet und Flémalle weiterarbeiten können und dass die so genannten "kalten Linien“, zum Beispiel Walzstraßen und ähnliches, weiter in Betrieb bleiben.

Das Unternehmen ArcelorMittal könne zuversichtlich in die Zukunft schauen, hieß es bei Gewerkschaften und Management gleichlautend.

Doch bei allem Optimismus bleiben die Gewerkschaften vorsichtig positiv. ArcelorMittal „spiele den Ball stets kurz“ und reagiere mit Schließungen oder Wiederaufnahme von Produktionen immer direkt auf die Konjunktur, sprich auf Angebot und Nachfrage.

Langfristig plane der Konzern mit seinen Standorten in belgischen Bundesland Wallonien nicht, so ein Gewerkschaftssprecher in Lüttich.