Belgien nimmt wieder mehr Steuern ein

Die belgischen Steuerbehörden konnten in vergangenen Jahr ihre Einahmen im Vergleich zu 2009 um rund 5,1 Milliarden € erhören. Das entspricht einem Anstieg um 6 %, wie das flämische Wirtschaftsblatt De Tijd meldet.

Die Redaktion von De Tijd beruft sich dabei auf Angaben des wissenschaftlichen Dienstes des belgischen Finanzministeriums. Demnach bezahlten im vergangenen Jahr Privathaushalte und Unternehmen etwa 91 Milliarden € Steuern. Das ist das zweitbeste Ergebnis nach 2008, dass der Fiskus unseres Landes jemals in dieser Hinsicht erreichen konnte.

Der Anstieg der Steuereinnahmen sei vor allem auf die wieder wachsende Konjunktur zurückzuführen, so das Finanzministerium. 2009 waren Konsum und Binnennachfrage noch krisenbedingt gesunken, doch 2010 waren die Haushalte in unserem Land offenbar öfter dazu bereit, ihr Geld auszugeben, was zu deutlich höheren Einnahmen im Bereich der Mehrwertsteuern führte.

Aber, die Staatskasse konnte auch von einigem unerwarteten Glücksfällen profitieren. Zum Beispiel brachte die Steueramnestie für im Ausland am Fiskus vorbei gehortete Gelder wesentlich mehr ein, als vorher erwartet und berechnet, nämlich 105 Millionen €. Alles in allem sorgten diese und ähnliche Zusatzeinnahmen und das Wachstum bei Wirtschaft und Konsum für ein Haushaltsplus von etwa einer Milliarde €, was so im Vorfeld nicht berechnet wurde.