Was ändert sich am 1. Februar?

An fast jedem Monatsanfang werden neue Regelungen oder Gesetze erlassen und auch die eine oder andere Gewohnheit im täglichen Leben muss angepasst werden - auch in Belgien ist dies der Fall. Jedes Jahr am 1. Februar steigen die Tarife für Busse und Bahnen.

NMBS/SNCB

Die belgische Eisenbahngesellschaft NMBS/SNCB lässt ihre Tarife um durchschnittlich 1,24 % steigen. Diese nur minimale Fahrpreiserhöhung führt die Bahn auf ihren Vertrag mit dem belgischen Staat zurück, denn in Sachen Pünktlichkeit wurde die vereinbarte Norm weit unterschritten.

Die Preise für die Mehrfahrten-Tickets Rail Pass und Go Pass (für Jugendliche) bleiben unverändert, ebenso wie die für Seniorenbillets. Eine Standartfahrkarte koste seit dem 1. Februar 1,02 % mehr und die so genannte Campuskarte für Studenten wird leicht um 0,03 % erhöht. Die Bahnabonnements für Berufspendler steigen im 1,03 % an.

De Lijn

Die regionale flämische Nahverkehrsgesellschaft De Lijn überrascht mit der Tatsache, dass ab diesem Stichtag 1. Februar keine Fahrkarten mehr beim Bus- oder Tramfahrer erworben werden können.

Die Preise für die Fahrscheine, die am Schalter oder am Automaten gekauft werden müssen, bleiben unverändert und auch jene für die neuen SMS-Fahrkarten. Die Preise für Buzzy Pässe für Jugendliche steigen um 2 € und die für einen Omnipass, die Jahresnetzkarte, um 3 €.

MIVB/STIB

Die Nahverkehrsgesellschaft MIVB/STIB der Region Brüssel-Hauptstadt lässt ihre Tarife um durchschnittlich 2,44 % ansteigen. Von Preisanstiegen verschont bleiben die Einzelfahrscheine und die Mehrfahrtenkarten, die an die digitale MOBIB-Karte gekoppelt sind. Auch die Einzelfahrten zum Brüsseler Nationalflughafen in Zaventem bleiben preislich unverändert. Je nach Formel werden die Tarife für einfache Fahrten und für Abonnements etwas teuerer.

Neu in Brüssel ist der so genannte "Nottarif“ für das Auschecken an den Brüsseler Metrostationen. Brüssels regionale Verkehrsministerin Brigitte Grouwels (CD&V) erklärt das so: "Fahrgäste, die nicht bezahlt haben, die ihren Fahrschein nicht entwertet haben oder die ihr Ticket einfach verloren haben, können so doch noch die Metrostationen verlassen. Der "Nottarif“ kostet 3 €.

Was ändert sich sonst noch?

Der Stichtag 1. Februar bedeutet das Ende des vorheiratlichen Sparens bei den unabhängigen Krankenkassen. Allerdings dürfen die bisherigen Sparer weitersparen. Nach Ansicht der Kassen gehört diese Form des Sparens nicht zu den Kernaufgaben der Institute und zudem verursacht dies Kosten, die auf anderem erwirtschaftet werden müssen - meist zu Lasten der angeschlossenen Mitglieder.

Die Sozialinspektion führt die elektronischen Protokolle ein. Das so genannte "e-pv“ soll zu einer besseren und schnelleren Verfolgung von Sozialbetrug und Schwarzarbeit führen und soll dem belgischen Staat dabei helfen, die erwarteten Einnahmen von etwa 5,4 Millionen € zu gewährleisten.

Assistenzärzte sowie Tierärzte und Zahnärzte in Ausbildung, dürfen ab sofort weniger Dienststunden leisten. Im Regelfall sollen sie nicht mehr als 48 Stunden pro Woche arbeiten und dies nur über einen Zeitraum von 13 Wochen in Folge. Nach 12 Stunden Dienst muss eine 12stündige Ruhepause eingelegt werden. Not- oder Wachdienste dürfen niemals länger als 24 Stunden dauern. Damit soll vermieden werden, dass Mediziner in Ausbildung in den Dienstplänen der Krankenhäuser ausgebeutet werden.

Wichtig ist auch, dass ab sofort strengere Einfuhrregelungen für Hunde und Katzen in Belgien gelten. Ausländer, die sich in Belgien niederlassen wollen, sollten sich in diesem Bereich genauestens informieren. Das gilt auch für Urlaubsreisende, die aus den Ferien Tiere mit in die Heimat bringen.