Brink’s ist jetzt offiziell in Konkurs gegangen

Die belgische Filiale des amerikanischen Geld- und Werttransporters Brink’s ist definitiv in Konkurs gegangen. Eigentlich hätte das Brüsseler Handelsgericht diesen Konkurs bereits vor zwei Tagen annehmen sollen, doch juristische Prozeduren sorgten für Verzögerungen.

Nach langem Arbeitskampf und zwei missglückten Versuchen, das Unternehmen zu übernehmen, fällt der Vorhang für Brink’s jetzt definitiv. Nachdem die schwedische Loomis-Gruppe und die ostflämische Unternehmerfamilie Vanmoerkerke ihre Verhandlungen zu einer eventuellen Übernahme der Firma jeweils abgebrochen hatten, blieb nur noch der Weg des Konkurses.

Für Konkursverwalter Alain Zenner ist zwar noch immer möglich, dass der Geldtransporter übernommen werden kann, doch wahrscheinlich warten weitere Kandidaten auf die Pleite des Unternehmens, bis sie sich offiziell melden. Doch noch immer erweisen sich das Fehlen einer Umsatzgarantie durch die Banken und die schlechten Geschäftszahlen von Brink’s als größtes Hindernis.

Unter dessen sorgen sich die Beschäftigten von Brink’s in Belgien um ihre Abfindungen. Sie befürchten, dass die amerikanischen Besitzer des Unternehmens davor drücken werden, die zuvor versprochenen Millionenzahlungen für die zu entlassenden Belegschaftsmitglieder zu leisten.