Überfall auf Postamt im EU-Parlament

Am Freitag haben zwei bewaffnete Männer noch während des EU-Gipfels in Brüssel versucht, das Postamt des EU-Parlaments zu überfallen. Sie erbeuteten insgesamt 8.000 Euro und sind seither spurlos verschwunden.

Der Überfall ereignete sich am Freitag gegen 14.15 Uhr. Es wurde niemand verletzt, teilte eine Sprecherin des EU-Parlaments mit. Von den Dieben fehlt bislang jede Spur.

Es ist der dritte bewaffnete Überfall innerhalb von drei Jahren in der EU-Einrichtung. Im Februar 2009, wurde ein Büro der ING-Bank, das sich im Parlamentsgebäude befindet, von einem bewaffneten Mann überfallen. Er hatte mehrere Tausend Euro erbeutet. Letzten Mai wurde eine Kassiererin des Restaurants überfallen. "Das Gebäude wird gut bewacht, es ist aber nicht Fort Knox", so die Sprecherin. "Jeden Tag gehen im Parlament zwischen 8.000 und 10.000 Personen ein und aus. Das ist ein öffentliches Gebäude", fügte sie noch hinzu.

Jeder Besucher des EU-Palaments muss theoretisch durch eine Metalldetektor-Türe. Außerdem werden Taschen und Mäntel durchleuchtet. Nach dem Überfall meldeten sich gleich mehrere Parlamentarier zu Wort und kritisierten das Sicherheitssystem des Parlaments.

"Es ist Zeit, dass etwas unternommen wird", so der konservative Brite, Timothy Kirkhope, auf der europäischen Webseite des EUObserver. "Dieses Mal war es nur ein hold-up, aber wie lange wird es dauern und jemand spaziert mit einer Bombe hier herein?"