Ryanair verweigert über 100 Belgiern Flug

Auf der kanarischen Insel Lanzarote kam es zu einem Zwischenfall mit einer Gruppe von über hundert belgischen Studenten. Sie sollen Amok gelaufen sein und die Polizei hat sie des Flugzeugs verwiesen.

Es soll zu einem heftigen Streit zwischen einem der Besatzungsmitglieder und einem Studenten aus der Gruppe gekommen sein. Daraufhin weigerte sich der Kapitän die Studenten, die eine Ferienwoche auf Lanzarote verbracht hatten, mitzunehmen. Die Passagiere mussten wieder aus der Maschine aussteigen.

Die spanische Polizei kontrollierte die Pässe der Gruppe und ließ sie nicht wieder einsteigen. Der belgische Konsul in Teneriffa und der Bereitschaftsdienst des auswärtigen Amtes wurden eingeschaltet. Die Fluggesellschaft sagte schließlich zu, die Belgier in kleinen Gruppen aus fünf bis sechs Personen auf verschiedene Maschinen zu verteilen und nach Hause zu fliegen.

Das auswärtige Amt betont, dass es sich eingeschaltet habe, weil die Studentengruppe kollektiv bestraft worden sei.

Laut der flämischen Zeitung De Morgen habe es sich bei den Studenten vor allem um Studenten der freien Universität Brüssel ULB gehandelt. Die Studenten hätten sich geweigert, die Vorschriften der Crew zu befolgen und wollten zudem keinen Zuschlag für ihr Übergepäck bezahlen. Daraufhin soll die Stewardess ihre Nerven verloren haben und es hätten auch Studenten aussteigen müssen, die nichts mit diesem Zwischenfall zu tun hatten.