Vielerorts erneut Poststreik

Vielerorts bleiben am heutigen Montag erneut die Briefkästen leer. Die Ausgänge der Postsortierzentren in Brüssel, Charleroi und Lüttich werden von Bpost-Mitarbeitern blockiert. Die Gewerkschaften haben zu dem Protest aufgerufen. Sie wehren sich damit gegen die Reformpläne der Direktion.

In den Sortierzentren selbst wird zwar gearbeitet und Briefe und Päckchen sortiert, aber die Auslieferung der Post wird von Bpost-Mitarbeitern verhindert. Die lokalen Zustellämter können nicht beliefert werden und deshalb wird nur wenig oder keine Post in Luxemburg, Lüttich, Namur und im Hennegau ausgetragen. Auch in Brüssel, Flämisch-Brabant und Wallonisch-Brabant bleiben die Postkästen größtenteils leer.

Zu der Protestaktion haben die christliche und sozialistische Gewerkschaft gemeinsam aufgerufen. Letzten Freitag war es  bereits zu einem 24-Stunden-Streik in allen fünf Sortierzentren des Landes gekommen. Die Mitarbeiter  von Bpost protestieren gegen die Reformpläne der Direktion. Diese sehen unter anderem eine Umorganisation der Logistik vor. Von den heute 21.000 Postboten sollen in fünf Jahren nur noch rund 15.500 übrig bleiben.

Piet Van Speybroeck, der Sprecher von Bpost, sagt, dass die Direktion von dem Streik überrascht worden sei. Im Gegensatz zum Streik vom Freitag sei diese Protestaktion nicht angekündigt worden. "Wir bedauern das", so der Sprecher.

Am morgigen Dienstag wollen sich Direktion und Gewerkschaftsvertreter treffen.