102.730 Familien können Strom nicht zahlen

102.730 Familien sind von ihrem privaten Strom- und Gaslieferanten fallen gelassen worden, weil sie ihre Rechnnungen nicht mehr bezahlen können. Das ist eine Zunahme um 10 Prozent gegenüber vorigen Winter. Das scheiben mehrere Zeitungen in Belgien.

Wer seine Rechnung nicht mehr bezahlen kann, kann sich an einen Elektrizitäts- und Gasnetzbetreiber wenden.

Die Elektrizitäts- und Gasnetz-Unternehmen Eandis und Infrax liefern jetzt Strom und Gas an diese über 100.000 Familien zu einem Sozialtarif.

"Es ist in der Tat so, dass wir die Hürde von 100.000 Familien genommen haben", eklärt Simon Van Wijmeersch von Eandis. "Ziel ist natürlich, dass diese Kunden wieder den Weg zum Privatmarkt finden und wir tun alles, um ihnen dabei zu helfen. Wir stellen aber auch fest, dass trotzdem immer mehr Kunden bei den Netzbetreibern anklopfen und um Hilfe bitten."

Menschen ohne Geld bekommen kein Gas

Wer kein Geld hat, um seinen Budgetzähler aufzuladen, erhält eine Mindestmenge an Strom. Für Gas gilt das allerdings nicht. Die Gesellschaftsförderung Flandern, ein Verein ohne Gewerbszweck, der sich mit Stromengpässen befasst, spricht von einer bitteren Situation. "Das ist ein großes Problem und wir haben enorm viel Zeugen hierfür", betont Mieke Cleymans von der Gesellschaftsförderung. "Menschen ohne Geld haben kein Gas, weder um im Sommer zu kochen, noch um im Winter zu heizen."