Reynders setzt 2 Arbeitsgruppen ein

Informator Didier Reynders hat zwei Arbeitsgruppen eingesetzt: eine zur Arbeitsmarktpolitik und eine zum Finanzierungsgesetz. In den nächsten Tagen führt Reynders auch noch weiter Gespräche mit den Parteivorsitzenden.

Am Mittwoch war die erste Deadline von Reynders verstrichen, aber König Albert hat den Auftrag des Informators um zwei Wochen verlängert. Reynders wurde vom Königshaus noch einmal extra darauf hingewiesen, dass er sich allein um Reformfragen kümmern solle. Bei den anderen Parteien, vor allem bei der französischsprachigen PS und den flämsichen Nationalisten N-VA,  war Unmut entstanden, weil sich Reynders auch mit sozialwirtschaftlichen Themen beschäftigen wollte.

Trotzdem scheint Reynders nicht allein institutionelle Fragen behandeln zu wollen. So setzt er nun die Arbeitsgruppe Arbeitsmarktpolitik und eine andere Arbeitsgruppe zum Finanzierungsgesetz ein. In den Arbeitsgruppen, die von den Kabinettschefs des scheindenden Vizepremiers geleitet werden, sitzen Vertreter der 9 Parteien, die für eine neue Regierung in Frage kommen.

Reynders hatte am Donnerstag den N-VA-Präsidenten Bart De Wever empfangen, am Freitag hatte er ein Gespräch mit dem CD&V-Spitzenpolitiker Wouter Beke (kleines Foto). Bis Montagabend will der Informator alle Parteipräsidenten gesehen haben.