Immer noch Betrug mit Kilometerzählern

In Belgien gibt es immer noch Unternehmen, in denen die Kilometerzähler von Gebrauchtwagen manipuliert werden. Letztes Jahr wurden 150 Autohändler, Reifenzentralen und Werkstätten überprüft, die keine Kilometerangaben weitergereicht hatten.

Gegen einen von zweien wurde ein Bußgeld ausgestellt. Seit einigen Jahren müssen Werkstätten und Autohändler Kilometerstände an den Verein ohne Erwerbszweck, Carpass, weiterreichen. Die meisten halten sich daran und geben die Daten korrekt durch.

Das System funktioniere gut, sagt der Minister für Unternehmen, Vincent Van Quickenborne, aber die Justiz müsse noch mehr gegen die Betrüger vorgehen.

"Es ist ein sehr effektives System. Früher wurde geschätzt, dass bei rund 60.000 Autos pro Jahr der Kilometerzähler zurückgedreht wird, heute ist die Zahl der Betrügereien mit Kilometerzählern auf etwa 1.400 Fälle zurückgegangen", heißt es. "Das ist also sehr effektiv. Trotzdem finden wir selbst 1.400 Betrugsfälle zu viel und führen weiterhin zielgerichtete Kontrollen durch. Wir gehen streng vor, aber es ist letztlich die Justiz, die hart gegen die Betrüger vorgehen müsste und genau hier liegt das Problem. Es wird nämlich eigentlich nicht gegen solche Betrüger vorgegangen."