Welche Maßnahmen für Quick Belgien?

Der 14-jährige Junge, der im Januar in Frankreich nach dem Besuch eines Quick-Restaurants in Avignon starb, ist an einer durch das Quick-Essen ausgelösten Lebensmittelvergiftung gestorben. Das hat eine rechtsmedizinische Untersuchung ergeben. Inzwischen kündigt Quick strengere Hygienevorschriften für Frankreich an. Quick untersucht zudem, ob solche Maßnahmen auch in Belgien notwendig sind.

Seit dem Tod des Jungen, am 22. Januar, ist die Quick-Filiale in Avignon (kleinesFoto) geschlossen.

Der Junge hatte besagtes Restaurant einige Stunden vor seinem Tod, also am Abend des 21. Januar, besucht und war bis zum Besuch kerngesund.

Knapp einen Monat nach dem Tod des Jungen hat die Staatsanwaltschaft am Freitag wegen fahrlässiger Tötung Ermittlungen gegen Unbekannt eingeleitet.

Die rechtsmedizinische Untersuchung hat ergeben, dass der Junge an dem verzehrten Essen in der Filiale Avignon Cap Sud gestorben ist.

Laut der Staatsanwältin wurden in der Magenflüssigkeit des Jungen sowie von fünf der acht Mitarbeiter, die am 21. Januar gearbeitet hatten, Staphylokokken nachgewiesen. Außerdem seien im Magensaft des Opfers und von zwei Mitarbeitern sowie im Restaurant Enterotoxine entdeckt worden. Diese können Nahrungsmittelvergiftungen auslösen. Die gleichzeitige Anwesenheit von Staphylokokken und Enterotoxinen sei gefährlich, betonten Experten.

Nach Bekanntgabe des Ergebnisses durch die Staatsanwaltschaft sagte die Fast-Food-Kette, dass es sich bei besagter Niederlassung um örtliche Fahrlässigkeiten gehandelt habe.

Auf der Facebookseite von Quick Frankreich steht nun ein Video, in dem Jacques-Edouard Charret, der Vorsitzende der belgisch-französischen Fast-Food-Kette Quick, reagiert.

"Es sind weder die Produkte oder die Rohstoffe, die ins Gerede gekommen sind, noch die Quick-Kette als Ganze oder ihre Produktions- oder Kühlmethoden", so Charret. "Es ist allein einer Nachlässigkeit vor Ort zuzuschreiben, die diese dramatische Situation verursachte."

Unterdessen hat die Schnellrestaurant-Kette Quick verschärfte Hygienevorschriften für Frankreich angekündigt.

Quick Belgien untersucht zunächst das vom Vorsitzenden vorgeschlagene Programm, bevor entschieden wird, ob solche Maßnahmen auch in Belgien notwendig sind.

Quick

Quick ist eine ursprünglich belgische Schnellrestaurant-Kette. Sie befindet sich seit 2007 in französischem Besitz und ist vor allem in Belgien, Frankreich und Luxemburg vertreten.

Die Quick-Restaurants werden von Franchisenehmern geleitet.