Club Brügge bricht mit Stijn Stijnen

Der FC Brügge und sein langjähriger Torhüter Stijn Stijnen haben ihre Zusammenarbeit aufgekündigt. Stijnen hatte eine Hetzkampagne unter falschem Namen auf verschiedenen Fußballforen gegen seinen Club geführt, unter anderem auch über ein vereinseigenes Forum.

Der Fall Stijn Stijnen sorgte in den vergangenen Tagen selbst auf internationaler Ebene für Reaktionen. Viele wollten einfach nicht glauben, was sich der langjährige erfahrene Keeper von Club Brügge und 30malige Nationalspieler mit seiner Hetzkampagne erlaubt hatte. Nicht nur dass er über Mannschaftskollegen und die Vereinsführung hetzte, er lobte sich dabei selber über allen Klee.

Nach Bekanntwerden der Vorkommnisse wurde Stijnen (29) in einer ersten Reaktion in den B-Kern von Club Brügge verbannt. Nach seinen Schmähkampagnen, die anfangs seine Freundin und sein Bruder auf sich nahmen, war seine Stellung in der Mannschaft - er war auch Kapitän - unhaltbar geworden.

Der Fall macht der steilen Karriere des Fußballprofis beim FC Brügge ein jähes Ende. Seit 2000 stand der flämische Limburger dort unter Vertrag.

Doch erst 2005 konnte er so richtig durchbrechen. Unter anderem lieferte er eine Weltklasse-Leistung in einer Partie gegen Juventus Turin ab, nach der er mit Koryphäen wie Michel Preud’homme verglichen wurde.

Unlängst hatte er seinen Vertrag mit dem Club noch langfristig verlängert. Bis 2015 band er sich an seinen Verein. Doch ab sofort steht es ihm frei, sich nach einem anderen Verein umzusehen. Club Brügge wird nicht mehr auf seine Dienste zurückgreifen. Die Zusammenarbeit mit Stijn Stijnen wurde mir sofortiger Wirkung mit beiderseitigem Einverständnis beendet.