König Albert II. hat Halbgeschwister

König Albert II. hat eine "geheime" Halbschwester und einen "geheimen" Halbbruder. Dies schreibt Leo Van Audenhaege in seinem Buch "Von Küssnacht bis Argenteuil - Dramen im belgischen Königshaus (1935-2002)". Das Magazin Humo sprach mit Ingeborg Verdun, die heute in den USA lebt.

Die Halbschwester von König Albert II. heißt Ingeborg Verdun. Die 70jährige lebt heute mit ihrer 95 Jahre alten Mutter Liselotte Landbeck in den Vereinigten Staaten.

Liselotte Landbeck war Anfang 1940 österreichische Eiskunstlauf-Meisterin (Foto). 1936 hatte sie ihr Land bei den Olympischen Spielen in Berlin verteidigt.

Seinerzeit gab sie dem damaligen belgischen König Leopold III. und dessen Söhnen, dem späteren König Baudouin und dem heutigen König Albert II. Eislaufunterricht.

Leopold und Landbeck hatten seinerzeit eine kurze Beziehung, aus der die Tochter Ingeborg entstammt. 

Die Verbindung, zwei Jahre nach dem tragischen Unfalltod von Königin Astrid - Leopolds erste Gemahlin, wurde aber auf Drängen des belgischen Königshauses abgebrochen. Schon 1941 ehelichte der damalige belgische Monarch seine zweite Frau, Liliane Baels.

Ingeborg nahm den Nachnamen Verdun an, den Namen des ersten Gatten von Liselotte Landbeck.

Die Halbschwester von König Albert gab gegenüber der flämischen Zeitschrift Humo, die telefonisch mit ihr sprechen konnte an, dass sie erst erfahren hat, wer ihr Vater ist, als sie bereits 50 Jahre alt war, also vor 20 Jahren. Diese Nachricht habe ihr Leben zerstört.

Das belgische Königshaus hat bisher noch keinen Kommentar zu dieser Meldung abgegeben. Auch nicht zu einer Buchpassage, die von einem Halbbruder aus einer außerehelichen Beziehung spricht. Leopold soll in der Zeit, in der er mit Liliane Baels verheiratet war, fremd gegangen sein.

Bei Hofe hält man sich traditionell zu solchen Themen bedeckt. König Albert II. hat ebenfalls eine lange geheim gebliebene Tochter, die in London lebende Künstlerin Delphine Boel.