Putin: Demokratiekurs für Belgien

Am Donnerstag traf Russlands Premierminister Wladimir Putin in Brüssel mit dem Vorsitzenden der EU-Kommission, José Manuel Barroso zusammen. Dabei referierte er bei einer Pressekonferenz über die westliche Demokratieform und fand eine Verbindung von Gaza-Streifen nach Belgien.

Nach Ansicht Putins ist es sinnlos die verschiedenen Entwicklungen in unserer Welt miteinander zu vergleichen. Er unterstrich dies mit einem Vergleich zwischen dem Plädoyer der westlichen Welt für demokratische Wahlen in den Palästinensergebieten.

Diese nach westlichen Maßstäben demokratischen Wahlen hätten die islamitische Bewegung Hamas zum Wahlsieger gemacht, laut Putin doch auch nach europäischer Sichtweise eine terroristische Gruppierung.

"Die Menschen haben das Recht, über ihre Zukunft selbst zu bestimmen, ohne die Einmischung anderer Länder. Die Gemeinschaften sollten sich in Richtung demokratischer Einrichtungen bewegen, dies aber basierend auf interne Entwicklungsprozesse.“, sagte er bei der Pressekonferenz und reagierte damit auf die Frage eines Journalisten, ob Putin fürchte, dass Revolutionen, wie gerade in der arabischen Welt, auch im Norden des Kaukasus möglich seien.

Plötzlich und ohne Vorwarnung war er dann bei der politischen Krise in Belgien gelandet und äußerte folgendes: "Brüssel ist eine wunderbare Stadt. Die Russen lieben dieses Land sehr, doch Belgien hat seit 250 Tagen keine Regierung mehr.“ Ob der Zustand unseres Landes dem Demokratieverständnis Putins nun entspricht oder nicht, werden wir wohl nie erfahren…