Frauenquote für Firmen-Vorstände

Ab nächstem Jahr muss einer von drei Vorstandsmitgliedern in Staatsbetrieben wie Belgacom und Bpost eine Frau sein. Der Ausschuss für Handel im Parlament hat die Frauenquote verabschiedet.

Börsennotierte Unternehmen bekommen 5 bis 10 Jahre Zeit, um ihre Frauenquote im Vorstand anzupassen.

Christdemokraten, Sozialisten und Grüne waren für die Quote, andere Parteien verließen den Ausschuss.

CD&V-Kammerabgeordnete Leen Dierick sagte hierzu: „Frau hat es noch immer schwer, höhere Positionen zu besetzen. Der Staat muss Vorbild sein, deshalb sind wir auch, was Staatsbetriebe angeht, strenger. Wir vertrauen zwar den börsennotierten Unternehmen, dass sie selbst Schritte unternehmen und höhere Positionen mit Frauen belegen, aber eine gesetzliche Quote ist eben ein wichtiges Signal, damit auf jeden Fall ein Drittel erreicht wird. Wir haben auch Verständnis für die kleineren börsennotierten Firmen, die es etwas schwerer haben und deshalb geben wir ihnen auch mehr Zeit, nämlich 7 Jahre.“

Derzeit sitzen in den Vorständen im Durchschnitt nur 10 Prozent Frauen.