Passagierzug rammt Kranwagen in Wilsele

In Wilsele hat am Dienstagmorgen gegen 7.15 Uhr ein Passagierzug einen Kranwagen gerammt. Es wurde niemand verletzt. Der Zugführer steht unter Schock. Der Unfall hat den Fahrplan der Züge gründlich durcheinander gebracht.

Der Fahrer des Kranwagens war in eine schmale Straße  parrallel zu den Eisenbahngleisen eingebogen. Am Ende der Straße stellte der Fahrer fest, dass er in eine Sackgasse gefahren war, die mit Pfosten geschlossen ist.

Der über 50 Tonnen schwere Kranwagen versuchte, sich aus der engen Straße mit parkenden Autos wieder herauszumanövrieren. Dabei geriet er in die Nähe der Schienen.

"Ein Zug, der von Hasselt in Richtung Brüssel unterwegs war, rammte den Kranwagen auf der Höhe des Bahnübergangs in Wilsele", erzählt Frédéric Petit von der Bahninfrastrukurfirma Infrabel. In dem Zug saßen rund 1.000 Fahrgäste. Niemand wurde verletzt. Der Zugführer steht jedoch unter Schock.

"Der Zugführer hat unglaublich viel Glück gehabt", sagt der Löwener Polizeisprecher Marc Vranckx. "Die linke Vorderseite des Zuges hat einen Totalschaden. Der Zugführer saß jedoch auf der rechten Seite. Als er den Unfall kommen sah, hat er sich auf den Boden geworfen."

Zwischen Aarschot und Löwen musste der Zugverkehr eine Stunde lang in beide Richtungen gesperrt werden. "Um 8.10 Uhr konnten die Fahrgäste aus dem Zug in einen leeren Zug umsteigen und evakuiert werden", so Petit noch. Erst danach konnte der Zugverkehr zwischen Aarschot und Löwen wieder frei gegeben werden, allerdings nur auf einem Gleis. Die Fahrgäste müssen mit Verspätungen auf dieser Strecke rechnen. Infrabel hofft, dass gegen Abend beide Gleise wieder befahrbar sind.