Drama um missbrauchte Mädchen aus Rumänien

Unser Land will drei kleine Mädchen aus Rumänien, die von ihrem Vater und anderen Männern sexuell missbraucht wurden, in ihr Heimatland zurückschicken. Die Pflegeeltern der drei Schwestern wollen sich dem Beschluss der Behörden widersetzen.

Die kleinen Mädchen im Alter von 4, 7 und 10 Jahren kamen vor etwa zwei Jahren in Belgien an und wurden von Pflegefamilien aufgenommen, denn deren Eltern konnten nicht mehr für sie sorgen.Nach kurzer Zeit kam ans Licht, dass die drei kleinen Mädchen von ihrem Vater und von anderen Männern sexuell missbraucht worden sind. Der Vater sitzt deswegen in Belgien eine Haftstrafe ab, doch in Kurze soll er wieder freikommen.

Inzwischen hat sich die Mutter der Kinder, die wieder in Rumänien lebt, gemeldet und fordert, dass ihre Töchter zu ihr nach Hause kommen. Doch dagegen wehren sich die Pflegefamilien der Kinder mit aller Kraft, wie deren Sprecher Johan Van Hove sagt:

"Bisher wussten wir, dass die Mutter immer damit zufrieden war, dass die Kinder in Belgien leben können. Hier würden sie die Erziehung genießen, die sie verdienen. Doch offenbar haben die rumänischen Behörden andere Dokumente in Händen, nach denen die Mutter darum bittet, ihre Kinder wieder zurückzubekommen.“

Das belgische Ausländeramt ist der Ansicht, dass die Mutter ihr gutes Recht hat, ihre Kinder bei sich haben zu wollen und will sich dem nicht sperren. Doch was passiert, wenn der in Belgien lebende Vater danach ebenfalls fordert, dass er seine Kindern haben will. "Angesichts dieses Hintergrunds, gehen diese Kinder in die Hölle, wenn sie wieder zurück nach Rumänien gehen müssen“, so Johan Van Hove erschüttert.