Drei Vermisste: Fischerboot gekentert

Vor der Küste der grenznahen nordfranzösischen Industriestadt Dünkirchen ist am Dienstagabend ein belgisches Fischerboot gekentert. Die Besatzung des Bootes, das aus dem Hafen von Nieuwpoort kam, wird noch vermisst.

Ein Sprecher der belgischen Küstenwache gab an, dass das Fischerboot N28 "Mooie Meid" mit Heimathafen Nieuwpoort zwischen 21 Uhr und 21 Uhr 30 am Dienstagabend von Radar verschwunden war.

Unmittelbar danach haben die Rettungs- und Suchaktionen begonnen.

Die belgische Küstenwache stellte ihren französischen Kollegen von Seenotdienst Cross in Gris-Nez sofort alle Hilfe zur Verfügung.

Insgesamt beteiligen sich drei belgische Sea King-Hubschrauber (Foto) von der Basis in Koksijde und fünf Suchboote aus Nieuwpoort und Oostende an der Suche nach der Besatzung des gekenterten Fischerbootes. Die drei Besatzungsmitglieder haben die niederländische Staatsbürgerschaft.

In der Nacht zum Mittwoch fanden Taucher das Wrack des Schiffes, doch von den drei Seeleuten fehlte jede Spur. Um 5 Uhr am Mittwochmorgen wurde die Suchaktion kurzzeitig wegen eines zu starken Seegangs und gefährlichen Strömungen  abgebrochen, doch im Laufe des Vormittags wurden die Aktionen wieder aufgenommen.

Es ist zur Stunde völlig unklar, wie es zu dem Unglück kommen konnte. Hoffnungen, dass die drei noch jungen Seeleute im Alter von 18, 19 und 26 Jahre lebend gerettet werden können, bestehen kaum noch. Die Fischer von Nieuwpoort zeigten sich am Mittwoch sehr bedrückt. Jedes Mal, wenn Kollegen auf hoher See ihr Leben lassen, trauern die Fischer im Heimathafen.