Konfliktpotential durch die Deutschsprachigen?

Die Löwener Studentin Anneleen Vanden Boer stellte in diesen Tagen eine Doktorarbeit vor, in der sie sich mit dem belgischen Sprachenkonflikt und den damit verbundenen Aspekten die deutschsprachigen Belgier betreffend auseinander gesetzt hat. Diese Dissertation birgt in gewissem Maße sogar Konfliktstoff.

Der Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, Karl-Heinz Lambertz (SP - Foto) ließ es sich nicht nehmen, bei der Vorstellung Vanden Boers’ Dissertation mit dem sperrigen Titel "Sprachkonfliktforschung in Sprachkontaktgebieten: Die öffentliche Meinung zu Aspekten der Position der deutschsprachigen Belgier im belgischen föderalen System“ in Löwen beizuwohnen.

Mit ihrer Arbeit hat die Flamin Anneleen Vanden Boer Neuland betreten. Im Grunde genommen bergen die darin enthaltenen politischen Stellungnahmen sogar ein gerüttelt Maß an Konfliktpotential in der aktuellen Lage des Landes, besonders dann, wenn es um die anstehende Staatsreform mit weitgehender Regionalisierung von Zuständigkeiten geht.

Um dieses Konfliktpotential zwischen der Deutschsprachigen Gemeinschaft und den beiden anderen Sprachengemeinschaften in Belgien zu ergründen, sollte die Meinung der Bevölkerung als Gradmesser dienen. Doch schon hier sorgten einige Vorgänge für Probleme. Die Nachforschungen, die Anneleen Vanden Boer anstellte, sind in dieser Form noch nie in Belgien durchgeführt worden.

Mehr dazu im Beitrag "Status der DG birgt Konfliktpotential“ auf dem Webportal der deutschsprachigen Tageszeitung Grenz-Echo: